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Aus dem greenValue Newsletter - Änderungen durch den Koalitionsvertrag bei Erneuerbare Energien

Nachstehend finden Sie einen redaktionellen Auszug aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Dezember 2013. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.


Bis Ostern 2014 soll eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energie-Gesetztes (EEG) vorgelegt werden, darauf einigten sich Union und SPD. Bis zum Sommer soll dieser beschlossen werden. Für Altanlagen soll Bestandsschutz gelten. Die beiden Koalitionspartner wollen es beim Ausbau der erneuerbaren Energien langsamer angehen lassen. Gegen das „Ausbremsen der Energiewende demonstrierten laut Veranstalter 16.000 Menschen in Berlin. Im Mittelpunkt der Kritiker stand dabei die Ausbaubegrenzung für Windräder und Biogasanlagen. Mit länderspezifische Regelungen könnten die Abstandsflächen zwischen den Windrädern so groß gewählt werden, dass der Erhalt von Genehmigungen und damit die Neuerrichtung unmöglich würde. Kopfschütteln erntete auch die Aussage im Koalitionsvertrag, dass sich der Mechanismus des atmenden Deckels bei Photovoltaikanlagen bewährt habe. In Anbetracht des mageren Anlagenzubaus und der zahllosen Insolvenzen mit tausenden verlorenen Arbeitsplätzen ist die Kritik verständlich. Trotz dieses düsteren Szenarios soll der Anteil erneuerbarer Energien bis 2025 auf 40-45 Prozent steigen. Für das Jahr 2035 sind 55-60 Prozent vorgesehen. Erreicht werden soll dies durch kontinuierliche Degression der Fördersätze für alle Technologien. Zum Schutz der Natur und zur Vermeidung der „Vermaisung“ soll der Zubau von Biomasseanlagen überwiegend auf Abfall- und Reststoffe begrenzt werden. Weiterhin soll eine verpflichtende Direktvermarktung auf Basis der gleitenden Marktprämie für alle Erneuerbare-Energie-Neuanlagen ab 5 MW eingeführt werden. Der Bundesverband für Solarenergie fasst den Koalitionsvertrag daher kurz und knapp als vertane Chance zusammen.

Quelle: greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Dezember 2013.