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Aus dem greenValue Newsletter - Mehr Strom aus Wind- und Photovoltaikanlagen im Oktober 2013, Änderungen auf dem deutschen Photovoltaik-Markt ab 2014, Endenergieverbrauch von Privathaushalten

Nachstehend finden Sie redaktionelle Auszüge aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe November 2013. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.


Mehr Strom aus Wind- und Photovoltaikanlagen im Oktober 2013

Im Oktober dieses Jahres hat die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenkraft kräftig zugelegt. Allein durch Windenergieanlagen wurden 5,48 Milliarden kWh Strom erzeugt. Das entspricht einer Steigerung von knapp 50 % gegenüber Oktober 2012 mit 3,74 Milliarden kWh. Ein Grund dafür war das Orkantief „Christian“. Dieser bescherte Deutschland am 28.10.2013 einen neuen Windenergie-Rekord. Zwischen 11 und 12 Uhr waren Windenergieanlagen mit einer Leistung von etwa 24.700 Megawatt am Netz. Soviel Strom wurde noch nie in Deutschland durch Windenergieanlagen geliefert. Die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen verzeichnete mit 1,9 Milliarden kWh ein Plus von 5,5 % im Vergleich zum Oktober des Vorjahres. Im Jahresvergleich der ersten zehn Monate, lag die Stromerzeugung aus Wind- und Photovoltaikanlagen mit 63,6 Milliarden kWh ein Prozent höher im Vergleich zum Vorjahreswert (62,9 Milliarden kWh).

Änderungen auf dem deutschen Photovoltaik-Markt ab 2014

Für den deutschen Photovoltaik-Markt gibt es ab den Jahr 2014 einige Änderungen. Die Einspeisetarife werden angepasst, Betreiber sind zur Nachrüstung von PV-Anlagen zum Erhalt der Netzstabilität verpflichtet. Gemäß EEG sanken die Vergütungssätze zum 1. November 2013. Und bis zum Januar sinken die Einspeisetarife zum Monatsersten jeweils um 1,4 %. Die Tarife für die darauf folgenden Monate werden Ende Januar 2014 bekannt gegeben. Kleine Anlagen bis 10 kWp erhalten bei Inbetriebnahme im November eine Vergütung von 14,07 Cent/kWh (Januar 2014:13,68 Cent/kWh). Große Anlagen bis 10 MWp erhalten 9,74 Cent/kWh (Januar 2014: 9,47 Cent/kWh).

Nachrüstpflicht für Betreiber: Die Wechselrichter von an das Niederspannungsnetz angeschlossenen PV-Anlagen mit einer Leistung über 10 kWp müssen nachgerüstet werden. Betroffen sind Anlagen, die ab April 2001 (> 100 kWp) bzw. nach August 2005 (< 100 kWp) und vor Januar 2012 an das Netz angeschlossen wurden. Auch Anlagen die an das Mittelspannungsnetz angeschlossen sind, sind nachzurüsten und zwar dann, wenn ihre Leistung über 30 kWp liegt und die Inbetriebnahme ab April 2001 und vor Januar 2009 erfolgte. Bis zum Jahresende 2014 soll die Nachrüstung abgeschlossen sein. Betreiber werden von den Verteilnetzbetreibern angeschrieben und sind zur Nachrüstung verpflichtet, andernfalls kann es zu Einschnitten bei der Einspeisevergütung kommen. Mehr Informationen unter www.solarwirtschaft.de/nachruestung.html

Endenergieverbrauch von Privathaushalten

Im Oktober 2013 veröffentlichte das statistische Bundesamt eine Auswertung zum Energieverbrauch der privaten Haushalte. Seit 1990 ist der Energieverbrauch um knapp 25 % gesunken. Ein Grund für den Rückgang liegt in der steigenden Energieeffizienz von Gebäuden und Sparsamkeit aufgrund der Verteuerung von Haushaltsenergie. Der größte Anteil der verbrauchten Energie fällt auf das Heizen und die Warmwasserbereitstellung zurück. Der Energieverbrauch für Raumwärme ist in den letzen Jahren gesunken (2005: 509 Mrd. kWh, 2012: 466 Mrd. kWh). Ein leichter Anstieg ist jedoch beim Energiebedarf für Haushaltsgeräte und Kommunikation zu verzeichnen (2005: 56 Mrd. kWh, 2012: 59 Mrd. kWh). Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Nutzung von Erneuerbaren Energien für das Wohnen in Privathaushalten zwischen 2005 und 2012 um rund 57 Prozent gestiegen, während der Endenergieverbrauch um rund 5 Prozent gesunken ist. Rund 90 Prozent der Wärmebereitstellung aus Erneuerbaren Energien erfolgt durch Brennholz und Holzpellets. Erdöl (2012: 130 Mrd. kWh) und Erdgas (2012: 250 Mrd. kWh) dominieren weiterhin im Wärmemarkt. Die steigenden Energiepreise für die Rohstoffe, veranlassen immer mehr Bürger dazu, erneuerbare Energiequellen für die Wärmeversorgung einzusetzen (2005: 53 Mrd. kWh, 2012: 84 Mrd. kWh).


Quelle: greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe November 2013.