Logo greenValueErneuerbare Engergie

Folgen:
Twitter
News

EnBW Energie Baden-Württemberg AG (opm) - Quartalszahlen Januar - September 2013: Ergebnisentwicklung weiterhin im Rahmen der Erwartungen

In den ersten neun Monaten 2013 erreichte das um Sondereffekte bereinigte Adjusted EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) 1.816,0 Mio. Euro und lag damit 2,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ohne Berücksichtigung positiver Bewertungseffekte aus Derivaten, die sich im Zeitpunkt der Realisation des Grundgeschäfts wieder aufheben, belief sich das operative Ergebnis auf 1.752,4 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang des entsprechenden Vorjahreswerts um 7,9 Prozent. Die Ergebnisentwicklung auf Konzernebene verlief somit im Rahmen unserer Erwartungen, die -5 Prozent bis -10 Prozent unter dem Vorjahr liegen.

Der EnBW-Konzern erzielte in den ersten neun Monaten 2013 mit 19.770 Mitarbeitern einen Außenumsatz von 15.547,8 Mio. Euro und damit ein Plus von 8,5 Prozent.

Der Rückgang des Adjusted EBITDA ist im Wesentlichen auf die Ergebnisentwicklungen in den Geschäftsfeldern Erzeugung und Handel, Erneuerbare Energien sowie Vertrieb zurückzuführen. Ursächlich sind die seit Jahresbeginn 2013 weiter gesunkenen Großhandelsmarktpreise und Spreads in der Stromproduktion, sowie die Belastung aus der Vollauktionierung der CO2-Zertifikate. Diese Effekte führten in den Geschäftsfeldern Erzeugung und Handel sowie Erneuerbare Energien zu Ergebnisrückgängen von 15,4 Prozent bzw. 14,8 Prozent in den ersten neun Monaten 2013.

Im Geschäftsfeld Vertrieb ging das Ergebnis um 22,2 Prozent zurück. Dies liegt unter anderem daran, dass im Vorjahr periodenfremde Erträge aus Netzentgelterstattungen enthalten waren, die im laufenden Jahr nicht mehr anfielen. Eine weitere Ursache sind die geringeren Margen, deren negative Ergebnisauswirkungen durch höhere Absatzmengen im Gasvertrieb nicht ausgeglichen werden konnten. Das Geschäftsfeld Netze konnte durch höhere Netznutzungsentgelte und geringere Gemeinkosten sein Ergebnis um 27,0 Prozent deutlich verbessern.

Das neutrale EBITDA verschlechterte sich um 244 Mio. Euro von rund -40 Mio. Euro auf rund -284 Mio. Euro. Dies wurde maßgeblich durch die bereits zum Halbjahr berücksichtigten höheren Aufwendungen im Bereich der Kernenergie infolge des neuen Standortauswahlgesetzes sowie durch die Zuführung zur Drohverlustrückstellung für Strombezugsverträge verursacht.

Der neutrale Konzernfehlbetrag belief sich daher auf rund -282 Mio. Euro gegenüber einem neutralen Konzernüberschuss von rund 2 Mio. Euro im Vorjahr. Entsprechend lag der Adjusted Konzernüberschuss mit rund 516 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von rund 563 Mio. Euro. Der Operating Cashflow erhöhte sich von rund 1,04 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum um 16,3 Prozent auf rund 1,21 Mrd. Euro in den ersten neun Monaten 2013. Der Free Cash Flow verbesserte sich - trotz der erhöhten Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - um rund 192 Mio. Euro bzw. 27,4 Prozent auf rund 891 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr geht die EnBW bedingt durch die Entwicklung der Großhandelsmarktpreise von einem deutlich geringeren Ergebnis in den Geschäftsfeldern Erzeugung und Handel sowie Erneuerbare Energien aus. Eine deutliche Ergebnissteigerung wird im Geschäftsfeld Netze aufgrund gestiegener Durchleitungsmengen und damit höheren Netznutzungsentgelten erwartet. Im Vergleich zur ursprünglichen Prognose im Geschäftsfeld Vertrieb geht die EnBW für das Gesamtjahr 2013 nun von einem Ergebnisrückgang aus. Ursache hierfür sind gestiegene Aufwendungen im Gasvertrieb und eine langsamere Entwicklung des Markts für dezentrale Lösungsangebote. Die Anpassung hat jedoch keine Auswirkung auf die Gesamtprognose des Konzerns, sodass die EnBW unverändert für das Gesamtjahr 2013 von einem Adjusted EBITDA von -5 Prozent bis -10 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgeht.

Vor dem Hintergrund der weiter negativen Entwicklung an den Großhandelsmärkten betont Finanzvorstand Thomas Kusterer die Wichtigkeit der Umsetzung des Effizienzprogramms Fokus: "Die für 2015 angestrebte Kostenentlastung von 750 Mio. Euro werden wir bereits 2014 und damit ein Jahr früher erreichen. Im laufenden Jahr wird Fokus zu einer Kostenentlastung von gut 600 Mio. Euro führen. Der dadurch erreichte positive Free Cash Flow trägt zu einer weiteren Reduzierung unserer Nettoverschuldung in den ersten neun Monaten 2013 und damit zum Erhalt der guten Bonität der EnBW bei. Damit sichern wir den finanziellen Handlungsspielraum für die Umsetzung unserer Strategie EnBW 2020."

Im dritten Quartal 2013 wurden bei der strategischen Neuausrichtung weitere Fortschritte erzielt. Im Bereich der Erneuerbare Energien fiel im August der Startschuss für den Bau des Offshore-Windparks EnBW Baltic 2 (288 MW). Im Netzbereich hat die Tochter TransnetBW mit der Netzerweiterung in Stuttgart begonnen. Auch die für die Strategie EnBW 2020 erforderlichen strukturellen Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung. Dazu Konzernchef Frank Mastiaux: "Mit dem Strukturkonzept "EINE EnBW" werden wir die Komplexität des EnBW-Konzerns durch die Zusammenführung von sechs Kerngesellschaften deutlich reduzieren. Bedingt durch die Verringerung der Zahl von Organen und Gremien sowie die Verschlankung von Managementebenen erwarten wir Effizienzgewinne in zweistelliger Millionenhöhe. Die Neustrukturierung des Unternehmens soll im Laufe des Jahres 2014 abgeschlossen sein."

Quelle: 12. November 2013, www.enbw.com


Die auf dieser Seite veröffentlichten Original-Meldungen der Unternehmen werden nicht von greenValue bearbeitet. Die inhaltliche und presserechtliche Verantwortlichkeit liegt ausschließlich bei dem meldenden Unternehmen. Jegliche Haftung aus der Nutzung oder Nicht-Nutzung dieser Information ist ausgeschlossen, eine Verantwortung für die Inhalte externer Links übernehmen wir nicht.

Weitere News und aktuelle grüne Investitionsangebote u.a. Solarfonds, Windfonds, Green Building Fonds, Genussrechte, Anleihen und Private Placements finden Sie unter www.greenvalue.de.