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juwi AG (opm) - So kommt der grüne Strom ins Netz

juwi wendet naturschonendes Verfahren für Netzanschluss von Windparks an / Vorzeigeprojekt im Verlegen von Kabeltrassen durch Bohren statt Baggern

Man stelle sich vor: Ein grünes Unternehmen, das in allen Bereichen Nachhaltigkeit beweist, zerstört bei Bauarbeiten mutwillig die Natur. Das passt nicht zusammen! Deshalb achtet der erfahrene Projektentwickler juwi aus Wörrstadt bei Mainz nicht nur bei der Standortwahl seiner Windparks auf die Umweltverträglichkeit sondern auch beim Netzanschluss der Anlagen. Und zwar durch die Anwendung des naturschonenden Spülbohrverfahrens. Ein ganz besonderes Projekt, bei dem diese Technik angewandt wird, befindet sich derzeit in Bau. Für den Netzanschluss eines Windparks bei Rehborn in Rheinland-Pfalz überwindet juwi eine Strecke von über 350 Metern mit dem Spülbohrverfahren. 350 Meter unterirdisch durch steinigen, unberechenbaren Boden und das gleich dreifach. Denn zur sicheren Leitung des grünen Stroms braucht man drei Trassen, die mindestens 25 Zentimeter Abstand zueinander haben.

„Das ist wirklich außergewöhnlich“, sagt Yilmaz Yoldas, „ein vergleichbares Projekt gab es bislang nicht“. Der Bauprojektmanager ist bei juwi für die Planung und Realisierung des Windparks mitsamt der zugehörigen Infrastruktur zuständig. Von den Wegen über die Kranstellflächen bis hin zu den Kabeltrassen für den Netzanschluss.

Acht Kilometer ist die Gesamtlänge der Trasse beim Projekt bei Rehborn, sie reicht vom Windpark in luftigen Höhen bis ins Tal zum Umspannwerk Meisenheim. Wiesen und Felder, Hügel und Wälder sind auf dem Weg zu über- oder auch unterwinden. Denn die spezielle, umweltfreundliche Spülbohrtechnik, die juwi hier streckenweise einsetzt, verläuft komplett unter der Erde. „Grabenloses Unterqueren“ nennt der Fachmann das. Yilmaz Yoldas: „Üblich ist die offene Bauweise. Das ist deutlich günstiger. Hierbei werden Gräben für die Stromkabel ausgehoben. Bagger und Planierraupen bearbeiten dabei die gesamte Trassenstrecke. Der Boden wird aufgerissen, Wiesen umgepflügt.“ juwi hingegen spült die Tunnel, in die anschließend die Stromkabel gelegt werden, wo es nötig ist, naturschonend aus.

Zunächst muss der Bohrmeister mit einem Vermesser jedoch das unwegsame Gelände abstecken, wo die Trasse später entlang führt. Während der Bohrung selbst folgt er dem Bohrkopf stets mit einem Messgerät, indem er die Strecke mitläuft, durch die sich die Maschine unterirdisch kämpft. So prüft er kontinuierlich, ob der Apparat auch genau dem abgesteckten Weg folgt. Am Ausgangspunkt der Bohrung steht schweres Gerät: die Bohranlage, ein Recycler, eine Wasseraufbereitungsanlage. Zu Beginn der Arbeit wird mit Sand versetztes Wasser in den Bohrkreislauf gegeben. Es funktioniert im Boden wie Schmirgelpapier und hilft, den Grund leichter zu lösen. Zudem weicht es die Erde auf und kühlt den Bohrkopf. Ist der Wasserkreislauf gefüllt, fließt das Abwasser während der Bohrung in den Recycler, wo es vom abgetragenen Grund gereinigt wird. Anschließend wird es in der Aufbereitungsanlage erneut mit Sand versetzt und so zurück in den Kreislauf gegeben.

Drei Meter lang ist jedes Element der Bohrstange. Es zu versenken kann eine halbe, aber auch drei Stunden dauern, je nach Bodenbeschaffenheit. Trifft der Bohrtrupp auf besonders widerstandsfähiges, wie zum Beispiel felsiges Material, kann er nichts tun als sich in Geduld zu üben. „Wir bohren mit einem Druck von sieben Tonnen. Mehr Schub können wir nicht geben, sonst dreht der Bohrkopf durch“, erklärt der Bohrmeister. Auf der Baustelle bei Rehborn verläuft alles planmäßig. Vier Wochen haben die drei Bohrgänge insgesamt gedauert. Der Bau der kompletten, acht Kilometer langen Trasse wird noch im Oktober abgeschlossen. Dann kann der grüne Strom von den Rehborner Hügeln bis ins Tal nach Meisenheim fließen, und dort den Bedarf von fast 35.000 Haushalten decken.

Quelle: 25. Oktober 2013, www.juwi.de

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