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Aus dem greenValue Newsletter - Trotz Gluthitze kein neuer Solarrekord in Deutschland, Private Placements - Investieren im kleinen Kreis, Direkte Stromvermarktung steigert Erlöse

Nachstehend finden Sie redaktionelle Auszüge aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe September 2013. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.


Trotz Gluthitze kein neuer Solarrekord in Deutschland

Wer denkt bei nasskaltem Herbstwetter nicht gerne an die hochsommerlichen Temperaturen Ende Juli zurück. Die Luft aus der Sahara bescherte uns nicht nur das heißeste Wochenende des Jahres sondern versprach auch viel Sonne. Dennoch, für neue Rekordwerte bei der Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen reichten die Wetterbedingungen nicht. Der historische Spitzenwert der Stromerzeugung durch PV-Anlagen liegt bei 24.000 MW in einer Stunde. Gemessen wurde dieser Spitzenwert am 21.07., exakt eine Woche früher. Nach Daten der Strombörse EEX wurden am Hitzerekordwochenende jedoch „nur“ 20.000 MW erreicht. Maßgeblich für hohen Ertrag ist ein hoher Strahlungswert auf der Moduloberfläche. Quellwolken und Staubpartikel senken die Globalstrahlung. Die Folge weniger Licht erreicht die Modulfläche. Zudem sinkt der Wirkungsgrad der Module. Und auch Wechselrichter die warmer Umgebungsluft ausgesetzt sind, büßen an Leistungsfähigkeit ein.


Private Placements - Investieren im kleinen Kreis

Private Placements, wörtlich übersetzt „Privatplatzierungen“, werden für einen kleinen Anlegerkreis konzipiert. Markante Kennzeichen sind die begrenzte Investorenanzahl - häufig weniger als 20 - oder eine Mindestbeteiligung die im sechsstelligen Bereich liegt. Die Anlegerstellung bei Private Placements ist vergleichbar mit Publikumsbeteiligungen. Investoren werden beispielsweise zu stillen Gesellschaftern, zu Genussrechtsinhaber oder auch zu Kommanditisten. Wie bei Beteiligungen die ab wenigen tausend Euro von einer Vielzahl von Anlegern gezeichnet werden können, ist auch bei Private Placements der Blick ins Detail Pflicht. Investitionsexposees geben unter anderem Aufschluss über Chancen und Risiken, das Geschäftsmodell, die wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, die Auszahlungs- und Rückzahlungsmodalitäten sowie die Betreuung während der Beteiligungsdauer. Aufgrund der Begrenzung der Gesellschafteranzahl, der rechtlichen Konzeption oder den hohen Mindestbeteiligungen ist die Konzeption für Anbieter häufig einfacher. Das spart Kosten und sorgt für höhere Investitionsquoten. Informationen zu aktuellen Private Placements und Einzelprojekten finden Sie hier.


Direkte Stromvermarktung steigert Erlöse

Betreiber von Photovoltaik-, Windkraft-, Biogasanlagen und allen weiteren Anlagen die aus Erneuerbaren Energien Strom erzeugen, liefern ihre Energie im Regelfall dem zuständigen regionalen Netzbetreiber. Dieser ist per Erneuerbaren Energien Gesetz (bei deutschen Standorten) zur Aufnahme und zur Vergütung des Stroms verpflichtet. Alternativ kann der Strom auch durch ein öffentliches Netz geleitet werden und direkt an Abnehmer oder über die Börse verkauft werden. Dabei können über „Markt- und Netzintegration“ Mehrerlöse am Markt erzielt werden. Interessant wurde die Direktvermarktung durch das EEG 2012, da sowohl neue als auch bestehende Anlagen in die Direktvermarktung wechseln und Zusatzerlöse erzielen können. Zudem sind Betreiber von der Verpflichtung befreit, den gesamten Strom zu verkaufen. Die Zahlung der gelieferten Energie erfolgt vom Direktvermarktungspartner, der über entsprechende Bonität verfügen muss. Die Vergütung je Kilowattstunde setzt sich beim Marktprämienmodell zusammen aus der Grundvergütung (= Referenzmarktwert an Strombörse), der Basisprämie (Anteil der Managementprämie den Betreiber erhalten) und der eigentlichen Marktprämie (Differenz zwischen Referenzmarktwert und EEG-Vergütung). Unter dem Strich haben die Betreiber eines beispielhaften Gemeinschaftssolarparks im August 2013 ein Plus von rund einem Prozent im Vergleich zur regulären EEG-Vergütung erwirtschaftet. Und so ist es nicht verwunderlich, dass das Marktprämienmodell seit Einführung im Januar 2012 stark genutzt wurde. Für August 2013 wurde in Deutschland eine installierte Anlagenleistung von 33,3 GW zur Vermarktung über das Direktvermarktungsinstrument angemeldet. Die drei größten Anteile entfielen mit 25,78 Gigawatt auf Onshore-Windanlagenbetreiber, mit 3,76 GW auf Solar-Anlagenbetreiber und mit 2,66 GW auf Biomasse-Anlagebetreiber.

Quelle: greenvalue Newsletter für Investoren / Ausgabe September 2013.