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SolarArt Kraftwerk 1 GmbH & Co. KG (opm) - Unser täglich Brot - mit Giftaufstrich

Der Anbau und die Ernte von Lebensmitteln ist eine anspruchsvolle, arbeitsintensive und vom Wetter und der Natur abhängige Berufung

Das war einmal - einfach, mit geringem Arbeitseinsatz und mit sicheren und hohen Ernteerträgen, quasi Landwirtschaft für Jedermann, natürlich bei sehr guter Umweltverträglichkeit.

Das versprechen die Hersteller von sogenannten Pflanzenschutzmitteln. Eigentlich sind es Pflanzenvernichtungsmittel, die auch Herbizide genannt werden. Das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid ist Glyphosat, enthalten zum Beispiel in dem Produkt Roundup. Glyphosat wird von der Pflanze über die Blätter aufgenommen und hemmt die lebensnotwendigen Stoffwechselprozesse.

Die Pflanze stirbt - natürlich gewollt. Denn sterben sollen die Unkrautpflanzen auf unseren Feldern um Raum für die Nutzpflanzen zu schaffen. In Deutschland werden jährlich mehrere tausend Tonnen Glyphosat ausgebracht. Doch das Image des umweltfreundlichen und ungefährlichen Glyphosat ist angekratzt. Der BUND veröffentlicht unlängst eine Untersuchung, die herausgefunden hat, dass bei 7 von 10 deutschen Städtern das Pflanzenschutzmittel Glyphosat im Urin nachgewiesen werden konnte. Die untersuchten Personen lebten in der Stadt. Sie haben Glyphosat nach eigenem Bekunden nicht selbst eingesetzt. Wie konnte dieses Pflanzengift in den Körper der Menschen gelangen?

Die Antwort liefert die Zeitschrift Ökotest. In einer Untersuchung von Lebensmitteln fand die Zeitschrift Glyphosat. In 14 von 20 Proben. Untersucht wurden Getreideprodukten: Mehl, Haferflocken und Backwaren. Die Tatsache, dass von den 10 untersuchten Brötchen 8 belastet waren zeigt vor allem, dass Glyphosat den Backprozess übersteht. Behördliche Untersuchungen zur Belastung von Lebensmitteln mit Glyphosat werden nicht durchgeführt, obwohl Studien auf negative Auswirkungen hinweisen.

Tierversuche haben gezeigt, dass bereits kleine Mengen Glyphosat sich negativ auf das Hormonsystem auswirkt. Ebenso hatte das Herbizid Einfluss auf den Verlauf von Schwangerschaft und Föten. Als weitere Folgen werden Krebs, Zelltod, Fruchtbarkeitsstörungen, Schädigungen des Erbguts, des Immunsystems, der Leber und des Nervensystems aufgeführt. Wirkung auf das menschliche Hormonsystem haben bereits kleine Aufnahmemengen. Neben den Laborstudien gibt es bereits Untersuchungen in Gebieten in denen glyphosathaltige Herbizide eingesetzt werden. In ländlichen Regionen Lateinamerikas wurden diese Herbizide flächendeckend beim Anbau von Soja eingesetzt und häufig mit Flugzeugen auf die Äcker ausgebracht. In diesen Gebieten wurde festgestellt, dass sich von 2000 bis 2009 die Krebsrate bei Kindern verdreifachte. Fehlgeburten und Fehlbildungen stiegen fast um das Vierfache.

Rückstände von Glyphosat sind vor allem in den Samen zu finden. Je häufiger und je kürzer der Abstand des Einsatzes zur Ernte ist, desto höher sind die Konzentrationen. Des Weiteren verdächtigen Wissenschaftler Glyphosat Anteil an dem verstärkten Auftreten der Rinderkrankheit chronischer Botulismus zu haben. In der deutschen Viehmast wird vielfach importiertes Soja aus Lateinamerika eingesetzt. In der Regel ist es genverändertes Soja und mit dem Herbizid belastet. Die erkrankten Tiere leiden unter Fehlgeburten, Nervenschäden, Hautveränderungen und Lähmungen, die zum Tod ganzer Rinderbestände führen. Doch die Krankheit ist nicht nur auf die Tiere begrenzt, auch die Landwirte erkranken.

Trotz dieser Verdachtsfälle wird Glyphosat in Nahrungsmittel von behördlicher Seite nur sporadisch kontrolliert. Trotz dieser Hinweise auf Gesundheitsgefahren durch Glyphosat wurde das Auslaufen der Zulassung im Jahr 2012 von den EU-Behörden auf 2015 verschoben. Ursprünglich wurde das Herbizid 2002 nur für 10 Jahre zugelassen. Die ursprüngliche Zulassung, die auf Untersuchung aus den Jahren 1987 bis 1994 basieren, aus Zeiten vor der Einführung von genmanipulierten Sojabohnen, wäre heute ausgelaufen.

Und so werden wir auch weiterhin unsere tägliche Ration Gift essen, trinken, einatmen oder über die Haut aufnehmen. Parallel werden wir uns fragen weshalb tausende von Kühen leiden und elendig zu Grund gehen. Werden uns fragen weshalb Menschen an seltsamen Krankheiten leiden, die ähnlich verlaufen wie die Krankheiten der Kühe. Und wir werden uns fragen weshalb Krebs bei uns weiter auf dem Vormarsch ist.

Erst wenn das Leiden und Sterben der Tiere und der Menschen so groß ist, dass wir nicht mehr wegsehen können werden wir hinsehen und hoffentlich reagieren. Verantwortlich und Nachhaltig Politik zum Wohle der Menschen sieht anders aus. Die Abschätzung wessen Wohl bei der Verlängerung der Zulassung von Glyphosat im Vordergrund steht, bleibt jedem selbst überlassen.

Quelle: 3. September 2013, www.solarart-kraftwerk.de


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