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ABO Wind AG (opm) - ABO Wind legt Planung für interkommunale Rheingau-Windparks vor

• Landschaftsverträgliche Windkraft-Nutzung deckt 88 Prozent des Strombedarfs
• 0,08 Prozent der Waldflächen werden beansprucht
• Regionale Genossenschaft ermöglicht Bürgerbeteiligung

Mit einem im Internet (www.windenergie-rheingau.de) veröffentlichten interkommunalen Plan für die Nutzung der Windkraft im Rheingau wendet sich der Wiesbadener Projektentwickler ABO Wind an Politik und Öffentlichkeit. Falls das Konzept umgesetzt wird, erzeugt der Rheingau künftig jährlich 220.000 Megawattstunden Windstrom. Das entspricht 88 Prozent des aktuellen Stromverbrauchs in der Region. Bisher produzieren die Erneuerbaren Energien (Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung) lediglich 10.000 Megawattstunden (4 Prozent) der 250.000 Megawattstunden, die im Rheingau verbraucht werden. Diese beiden Erzeugungsarten lassen sich auf 30.000 Megawattstunden ausbauen, so dass eine vollständige bilanzielle Stromversorgung aus Erneuerbaren machbar ist.

„Der Rheingau hat die Chance, einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau einer zukunftsfähigen Stromversorgung zu leisten“, betont Oliver Bieber, für Hessen zuständiger Leiter der Planungsabteilung. Um das Potenzial optimal zu nutzen und die Belastungen für Natur und Landschaftsbild zu minimieren, sei ein abgestimmtes Konzept sinnvoll. Für die sieben Gemeinden Lorch, Rüdesheim, Geisenheim, Oestrich-Winkel, Kiedrich, Eltville und Walluf sieht das Konzept neben den aktuellen Planungen in Geisenheim  zusätzlich je vier Anlagen an den Standorten Ranselberg, Kalte Herberge, Erbacher Kopf, und Dreibornsköpfe vor. Für die Anlagen würden 13 Hektar Land benötigt – das entspricht 0,08 Prozent der regionalen Waldfläche. „Wenn jede Gemeinde auf eigene Faust vorgeht, ist mit einem deutlich gravierenderen Eingriff ins Landschaftsbild zu rechnen, als mit einer solchen koordinierten Planung“, sagt Bieber.

ABO Wind plant auch den Netzanschluss der neuen Windräder übergreifend für mehrere Kommunen. Dafür soll eine neue Umspannanlage in Windpark-Nähe entstehen. Die Kosten übernimmt ABO Wind. Die bestehenden Netze und Umspannwerke der Region würden entlastet und müssten nicht ausgebaut werden, was mit Mehrkosten verbunden wäre, die vom Netzbetreiber an die Endkunden weitergeleitet würden. Mit nur einer Stromtrasse von der Umspannanlage bis zum neuen Anschlusspunkt lässt sich der Großteil des Windstroms in das bestehende 110 Kilovolt-Netz einspeisen. Ohne die Umspannanlage wären mehrere Trassen erforderlich, was mit zusätzlichen Baumaßnahmen und Eingriffen in die Natur verbunden wäre.

Um den Bürgern vor Ort attraktive Beteiligungsmöglichkeiten anzubieten, kooperiert  ABO Wind mit der Genossenschaft pro regionale energie eG. Die Genossenschaft soll Teile der Windparks übernehmen, jeder Bürger kann sich an der Genossenschaft und damit am Windpark beteiligen und davon profitieren. Das stärkt die regionale Verankerung und Akzeptanz. ABO Wind übernimmt alle Risiken der Projektentwicklung und greift bei der Umsetzung auf langjährige Erfahrung mit Windkraftprojekten zurück.

Quelle: 5. September 2013, www.abo-wind.de


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