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Aus dem greenValue Newsletter - Wunsch nach Eigentum - die eigene PV-Anlage macht´s möglich, KAGB ist in Kraft, Bürgermeister für mehr Bürgerbeteiligung!

Nachstehend finden Sie redaktionelle Auszüge aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe August 2013. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.

Wunsch nach Eigentum - die eigene PV-Anlage macht´s möglich

Der Wunsch nach Eigentum zeigt sich am ehesten bei Immobilien. In einer aktuellen Studie des Immobilienportals immowelt gaben 33 % der Befragten an, dass "etwas Eigenes" haben zu wollen die Triebfeder für den Erwerb von Wohneigentum sei. Doch Eigentum lässt sich nicht nur an Häusern und Wohnungen, sondern auch bei Energieanlagen erwerben. Sind bei Windenergie- oder Biogasanlagen häufig hohe sechs- oder gar siebenstellige Eurobeträge erforderlich, ermöglichen Photovoltaikanlagen eine Investition mit deutlich weniger Kapital. Installationsorte sind das eigene Dach, ein gepachtetes Dach oder die Freifläche. Je nach Installationsort und Größe der Photovoltaikanlage liegt die Vergütung zwischen 14,8 und 10,25 Cent / kWh. Gemäß Erneuerbaren Energien Gesetz wird die Vergütung für Solarstromanlagen für das Jahr der Inbetriebnahmen und 20 volle Betriebsjahre gezahlt. Als Vertragspartner des Energieversorgers fließen dem Eigentümer oder einem beauftragten Dienstleister die Einspeiseerlöse monatlich zu. Die technische Betriebsführung obliegt dem Betreiber, wobei die regelmäßige Wartung und Betreuung der Anlage häufig dem Installateur der PV-Anlage übertragen wird. Kosten für Pacht und individuell gestaltbare Finanzierung mindern allerdings den Erlös. Für die Gestaltung der steuerlichen Abschreibung (namentlich linear Abschreibung 20 Jahre, Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung) sollte das Gespräch mit dem persönlichen Steuerberater gesucht werden. Risiken liegen für Betreiber u.a. in der fristgerechten Fertigstellung, einer sorgsamen Ertragsprognose und der fachgerechten Errichtung und Betriebsführung. Chancen sind in der Direktvermarktung zusätzlichen Erlösen, sowie in der Flexibilität beim Verkauf der Anlage zu sehen. Werden die Anlagen über den Prognosezeitraum hinaus betrieben, sind Mehreinnahmen zu erwarten.


KAGB ist in Kraft

Das neue Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) ist am 22. Juli 2013 in Kraft getreten. Damit wurde die Europäische Richtlinie zur Regulierung Alternativer Investmentfondsmanager (AIFM) in deutsches Recht umgesetzt. In der Folge sind die Neuemissionen gesunken. Laut bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. wurden im II. Quartal 2013 rund 850 Mio. Euro Eigenkapital von privaten und institutionellen Anlegern investiert. Im Zuge der Regulierung ist davon auszugehen, dass künftig weniger Anbieter geschlossener Investmentvermögen für private Anleger konzipieren. Die meisten der aktuell in Platzierung befindlichen geschlossenen Beteiligungsangebote fallen unter eine Übergangsregelung und dürfen weiterplatziert werden, allerdings nur dann, wenn keine weiteren Investitionen getätigt werden. Um neue Beteiligungen anzubieten, müssen Initiatoren künftig zahlreiche Voraussetzungen erfüllen. Hierzu zählt die Zulassung als AIFM in der u.a. die Zuverlässigkeit und fachliche Eignung der Geschäftsleiter, die Vergütungspolitik geprüft und ein Mindesteigenkapital von 125.000 Euro nachgewiesen werden muss. Künftig sind die Fondsanteile in einer externen Verwahrstelle zu verfahren zudem ist eine laufende Informations- und Unterrichtspflicht gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gefordert. Festverzinsliche Beteiligungsangebote, Nachrangdarlehen beispielsweise, fallen nicht unter diese Regulierung, ihre Angebotsanzahl hat in den vergangenen Monaten zugenommen. Aufgrund der nicht unerheblichen Kosten im Zuge der Regulierung geschlossener Investmentvermögen rechnen Branchenteilnehmer mit sinkenden Renditen bei neuen Beteiligungsangeboten.


Bürgermeister für mehr Bürgerbeteiligung!

Über 50 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen aus unterschiedlichen politischen Parteien (CDU, CSU, SPD, FDP, Grünen, Linken sowie Parteilose) appellieren an die Bürger. Am 22. September findet die Bundestagswahl statt. Sie fordern dazu auf, Kandidaten zu wählen, welche sich für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung einsetzen. Damit soll das Bündnis "BürgermeisterInnen für Beteiligung" welches vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ins Leben gerufen wurde, unterstützt werden. Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: "Bürgerbeteiligung muss in Deutschland verbindlicher geregelt werden. Amtsträgern und Politikern werden zunehmend die Defizite bei Bürgerbeteiligungen bewusst. Verkehrs- und Bauprojekte sollen verbindlich auf ökologische Alternativen geprüft werden, dies fordert der BUND. Auf www.bund.net/buergermeister finden Sie eine Liste aller teilnehmenden Bürgermeister und Bürgermeisterinnen. Auf www.bund.net/kandidatencheck können Sie die Ergebnisse aufrufen, in der die vertretenen Parteien ihren Stand zur Energiewende und zur Bürgerbeteiligung zum Ausdruck bringen.


Quelle: greenvalue Newsletter für Investoren / Ausgabe August 2013.