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S.A.G. Solarstrom AG (opm) - S.A.G. Solarstrom AG bestätigt Gesamtjahresprognose

- Umsatz im 1. Halbjahr 2013 auf 62,9 Mio. Euro gesteigert (+64,6 %)
- Positives EBIT in Q2 mit +0,5 Mio. Euro, EBIT im 1. Halbjahr kumuliert bei -2,1 Mio. Euro
- Gesamtjahresprognose mit über 117 MWp Installationsvolumen und positivem operativen Ergebnis bestätigt

Die S.A.G. Solarstrom AG (WKN: 702 100, ISIN: DE0007021008) hat im 1. Halbjahr 2013 ein Umsatzwachstum von +64,6 % auf 62,9 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 38,2 Mio. Euro) realisiert. 23,8 % der Umsätze wurden im Inland erwirtschaftet, 67,5 % in Großbritannien und 8,7 % im übrigen Ausland. Das EBIT im 2. Quartal 2013 war bereits positiv und betrug +0,5 Mio. Euro. Zwar lag das EBIT kumuliert aufgrund hoher Vorlaufkosten der Projekttätigkeit und noch erwarteter Ergebnisbeiträge aus dem Projekt Wymeswold zum Halbjahr noch bei -2,1 Mio. Euro und das Konzernperiodenergebnis betrug entsprechend -6,3 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: -3,5 Mio. Euro), der positive Ergebnistrend ist aber klar erkennbar. Der Unternehmensgruppe ist es damit gelungen, trotz des weiterhin sehr schwierigen und volatilen Marktumfeldes erfolgreich Projekte im In- und Ausland umzusetzen. Die S.A.G. Solarstrom Gruppe zieht jedoch aus dem in Europa zunehmend schwierigen Marktumfeld zwei wesentliche Konsequenzen: Die Internationalisierung der Projekttätigkeit außerhalb Europas wird deutlich beschleunigt und der defizitäre Geschäftsbereich Partnervertrieb wird nicht fortgeführt. Gleichzeitig werden das Zweitmarktgeschäft, integrierte Energieprojekte sowie Stromproduktionsprojekte zum Eigenverbrauch in einem neuen Geschäftsbereich Projektvertrieb zusammengefasst. Die Unternehmensgruppe hat im 1. Halbjahr 2013 erfolgreich eine internationale Projektpipeline über Europa hinaus aufgebaut und bestätigt deshalb trotz massiver Marktrückgänge in Europa ihre Prognose eines Installationsvolumens von mehr als 117 MWp und eines positiven operativen Ergebnisses.

"Wir sehen aktuell deutlich größere Wachstumschancen für den Anlagenbau in neuen Märkten außerhalb Europas. Politische Fehlentscheidungen in Europa haben dazu geführt, dass ein prosperierender Markt abgewürgt wurde", so Dr. Karl Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der S.A.G. Solarstrom AG. "Der Partnervertrieb ist daher nicht mehr rentabel für uns. Europa bleibt jedoch ein Markt für Stromproduktionsprojekte für den Eigenverbrauch, integrierte Energieprojekte, für Services und den Zweitmarkt. Hier sind wir sehr gut positioniert. Wir gehen deshalb trotz der veränderten Rahmenbedingungen in Europa und aufgrund unserer Erfolge bei der Internationalisierung davon aus, dass wir unsere Ziele für 2013 erreichen werden."

Anlagenbau: Installationsvolumen verdreifacht
Der Geschäftsbereich "Projektierung und Anlagenbau" wurde zur besseren sprachlichen Abgrenzung des neuen Geschäftsbereichs "Projektvertrieb" in "Anlagenbau" umbenannt. Im 1. Halbjahr 2013 verdreifachte die S.A.G. Solarstrom AG trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Vergleich zur Vorjahresperiode das Installationsvolumen auf insgesamt 44,4 MWp (1. Halbjahr 2012: 14,5 MWp). Schwerpunkt der Projekttätigkeit im Geschäftsbereich Anlagenbau (zuvor: Projektierung und Anlagenbau) lag im 1. Halbjahr 2013 in Großbritannien. Weitere Projekte wurden in Deutschland und Rumänien umgesetzt. Der Umsatz verdoppelte sich auf 51,4 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 25,0 Mio. Euro). Das operative Ergebnis zeigt mit -3,8 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: -4,0 Mio. Euro) zum Halbjahr noch die Vorlaufkosten der weiteren geplanten Projekttätigkeit, unter anderem auch in neuen Märkten wie Lateinamerika, der Türkei und Südafrika. Zudem waren erwartete zusätzliche Erträge aus dem 33-MWp-Projekt Wymeswold zum Stichtag noch nicht realisiert. Hier wird die S.A.G. Solarstrom AG über ein Financial Agreement von einem Weiterverkauf der Projektgesellschaft durch den Eigentümer profitieren.

Partnervertrieb: Geschäftsbereich wird nicht fortgeführt
Nach zwei defizitären Geschäftsjahren 2011 und 2012 und einem ebenfalls defizitären Geschäftsverlaufs im 1. Halbjahr 2013 wird die S.A.G. Solarstrom AG das Retailgeschäft mit kleinen Photovoltaik-Anlagen über Partner beenden und den Geschäftsbereich Partnervertrieb nicht weiter fortführen. Der anhaltende Wettbewerbsdruck auf dem deutschen Markt, auf dem der überwiegende Anteil der Partner tätig ist, die massiven regulatorischen Änderungen und nicht zuletzt die Diskussion über Strafzölle auf chinesische Modulimporte hatten diesem Marktsegment die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Im gesamten 1. Halbjahr 2013 wurden von den S.A.G.-Partnern nur noch rund 3 MWp installiert, im 1. Halbjahr 2012 waren es noch 17,5 MWp. Zum 30. Juni 2013 erwirtschaftete dieser nun aufgegebene Geschäftsbereich einen Umsatz von 1,8 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 15,1 Mio. Euro), das entspricht einem Umsatzrückgang von 87,8 % gegenüber der Vorjahresperiode. Das EBIT betrug -0,9 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: -0,2 Mio. Euro), davon belaufen sich knapp -0,3 Mio. Euro auf die Abschreibung auf einen Geschäfts- oder Firmenwert.

Neuer Geschäftsbereich Projektvertrieb
Der neue Geschäftsbereich Projektvertrieb beinhaltet das Zweitmarktgeschäft mit Photovoltaik-Anlagen. Des Weiteren werden hier Stromproduktionsprojekte zur Produktion von Strom für den Eigenverbrauch sowie die Entwicklung und Umsetzung von integrierten Energieprojekten für kleine Energienetze erfasst, wie beispielsweise Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungssysteme in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen. Im 1. Halbjahr 2013 wurden in diesem neuen Geschäftsbereich noch keine Umsätze realisiert, jedoch wurden bereits weitere Projekte für das Zweitmarktgeschäft identifiziert und Verhandlungen initiiert.

Anlagenbetrieb und Services: Anzahl der überwachten Anlagen steigt kontinuierlich
Der Geschäftsbereich Anlagenbetrieb und Services erzielte im 1. Halbjahr 2013 einen Umsatz von 8,5 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 9,4 Mio. Euro). Das EBIT im 1. Halbjahr 2013 erreichte 1,4 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 1,6 Mio. Euro). In der Vorjahresperiode hatte der Geschäftsbereich noch von Vorzieheffekten in Erwartung von Einspeisevergütungsänderungen profitiert, zudem hat die meteocontrol GmbH in die weitere internationalen Expansion investiert - eine wichtige Weichenstellung für weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum. Die Anzahl der von der meteocontrol GmbH überwachten Anlagen stieg zum 30. Juni 2013 auf rund 32.800 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 7,4 GWp (30. Juni 2012: rund 27.000 Anlagen, 5,6 GWp), aktuell sind es bereits rund 33.000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 7,5 GWp.

Stromproduktion: EBIT im 2. Quartal 2013 über Vorjahresniveau
In Folge des außergewöhnlich langen und sonnenarmen Winters lag der Umsatz des Geschäftsbereichs Stromproduktion mit 2,9 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2013 noch 24,3 % unter Vorjahr (1. Halbjahr 2012: 3,8 Mio. Euro). Das EBIT betrug 0,3 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: 0,7 Mio. Euro) und zeigt noch die Verluste des 1. Quartals 2013. Auch wenn der Umsatz im 2. Quartal 2013 mit 2,1 Mio. Euro (2. Quartal 2012: 2,4 Mio. Euro) noch nicht ganz das Vorjahresniveau erreicht hat, lag das EBIT des 2. Quartals 2013 mit 0,7 Mio. Euro (2. Quartal 2012: 0,6 Mio. Euro) aufgrund gesunkener Gemeinkosten dennoch über der Vorjahresperiode. Im Gesamtjahr ist dieser Geschäftsbereich auch unter Einbeziehung witterungsbedingter unterjähriger Schwankungen ein Garant für zweistellige EBIT-Margen.

Starke Projekttätigkeit spiegelt sich in der Bilanz - positiver operativer Cashflow
Zum Stichtag 30. Juni 2013 zeigt sich die starke Projekttätigkeit in der Bilanz mit einem hohen Working Capital und einer ausgeweiteten Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote lag dementsprechend temporär bei 12,3 %. Ohne Einflüsse von Großprojekten und der Finanzierung des eigenen Anlagenparks hätte die Eigenkapitalquote bei soliden 29,4 % gelegen. Die kurzfristigen Schulden waren zum 30. Juni 2013 zu 120 % durch kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Trotz der deutlich ausgeweiteten Projekttätigkeit und des im 1. Halbjahr 2013 noch negativen EBITs betrug in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013 der operative Cashflow +1,1 Mio. Euro (1. Halbjahr 2012: +104,4 Mio. Euro, im Wesentlichen aufgrund der Kaufpreiszahlung für ein Großprojekt). Allein im 2. Quartal 2013 wurde ein positiver operativer Cashflow in Höhe von 12,2 Mio. Euro (2. Quartal 2012: -53,4 Mio. Euro) erzielt.

Ausblick für 2013 bestätigt
Die S.A.G. Solarstrom Gruppe hat angesichts ihrer Erfolge beim Aufbau einer internationalen Projektpipeline ihre Prognose für 2013 bestätigt, das Installations- und Absatzvolumen, das 2012 bei rund 117 MWp lag, weiter zu steigern und ein positives operatives Ergebnis zu erzielen.

Über die S.A.G. Solarstrom AG
Die S.A.G. Solarstrom AG (WKN: 702 100, ISIN: DE0007021008), Freiburg i. Br., ist herstellerunabhängiger Anbieter von individuell für den Kunden konfigurierten, qualitativ hochwertigen Photovoltaik-Anlagen. Die Unternehmensgruppe errichtet national und international effiziente Anlagen in allen Größenordnungen. Mit eigenen Anlagen produziert das Unternehmen nachhaltig Solarstrom.

Zum Leistungsportfolio der S.A.G. Solarstrom AG gehören außerdem Dienstleistungen rund um den gesamten Lebenszyklus von Photovoltaik-Anlagen, darunter Prognose- und Energieservices, Ertragsgutachten, Fernwartung und Instandhaltung sowie Versicherung und Finanzierung. Der Konzern bietet damit eine umfassende Photovoltaik-Wertschöpfungskette vom Ertragsgutachten über Planung, Bau, Betrieb, Überwachung bis hin zu Optimierung, Repowering oder Rückbau.

Das Unternehmen wurde 1998 gegründet und zählt zu den Pionieren der Solarbranche. Rund 200 Spezialisten arbeiten an den vier Standorten in Deutschland sowie bei den ausländischen Tochtergesellschaften.

Die S.A.G. Solarstrom AG ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse sowie nach dem Regelwerk m:access der Börse München notiert.

Quelle: 08. August 2013, www.solarstromag.com


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