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Pressemitteilung BMU - Ausbau der Windenergie beschleunigen

Ausbau der Windenergie beschleunigen
Weltgrößte Windenergie-Leistungsschau eröffnet

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hält am beschleunigten Ausbau der Windenergienutzung fest. "Um unsere internationale Klimaschutzverpflichtung zu erfüllen, müssen wir die Möglichkeiten der regenerativen Energien entsprechend ihrem technischen Entwicklungsstand nutzen. Dieser ist bei der Windkraft besonders weit fortgeschritten und es liegen belastbare Erfahrungen mit der Technik vor", sagte Trittin bei der Eröffnung der Branchenmesse "Husum-Wind" in Husum (Schleswig-Holstein).

Die Windkraft hat sich in Deutschland zur Vorreiterbranche der erneuerbaren Energien entwickelt. Jährlich produzieren die deutschen Windräder bereits 24,5 Milliarden Kilowattstunden Strom. Dies entspricht immerhin schon einem Anteil von gut vier Prozent des Stromverbrauchs der Bundesrepublik. "Das alles wurde innerhalb weniger Jahre erreicht, im wesentlichen seit dem Inkrafttreten des EEG im Jahr 2000", betonte Trittin. Die Tendenz sei weiter steigend; zusammen mit der geplanten Windenergienutzung auf dem Meer werde allein der Windstromanteil bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent des derzeitigen Stromverbrauchs steigen. "Solche Zahlen unterstreichen die wesentliche Bedeutung der Windkraft für den Umbau zu einer nachhaltigen Energieversorgung", sagte der Bundesumweltminister.

Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes will die Bundesregierung den Ausbau der Windenergie weiter beschleunigen. Allerdings sollen die Bedingungen für die Windenergienutzung an Standorten mit einem weit unterdurchschnittlichen Energieertrag korrigiert werden, damit die ungünstigen Bedingungen dieser Standorte nicht durch immer größere Anlagen überwunden werden können. "Immer größere Anlagen an schlechten Standorten würden die Akzeptanz der Windenergie in der Bevölkerung gefährden und der Branche insgesamt am Ende einen Bärendienst leisten. Denn insbesondere der weitere Binnenlandausbau ist notwendig, um überhaupt den Schritt zur Windenergienutzung auf dem Meer gehen zu können", sagte Trittin.

Die Förderbedingungen für die geplante Windenergienutzung auf dem Meer sollen nach dem Gesetzentwurf deutlich verbessert werden. "Von diesen Rahmenbedingungen verspreche ich mir einen deutlichen Investitionsschub in der Offshore-Entwicklung vor den deutschen Nord- und Ostseeküsten", so der Bundesumweltminister. Das liege sowohl im Interesse unserer Klimaschutzziele als auch im Interesse einer vielversprechenden wirtschaftlichen Entwicklung. "Und davon wird auch der Arbeitsmarkt profitieren", sagte Trittin.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat sich als das beste Förderinstrument für den Ausbau der Erneuerbaren Energien erwiesen. Insbesondere in Europa dient es, als Vorbild für nationale Regelungen. Trittin: "Überall dort, wo es Regelungen nach dem Modell des EEG gibt, ist es zu einem deutlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien gekommen. Überall dort, wo man auf Quoten- oder Ausschreibungsmodelle gesetzt hat, hat sich weder ein nennenswerter Ausbau noch eine entsprechende Industrie entwickeln können." Diese Modelle hätten dort sogar zu höheren Einspeisevergütungen geführt als in der Bundesrepublik. So liege zum Beispiel die Einspeisevergütung für Windstrom in England derzeit an Land bei 11 Cent und offshore bei 12-13 Cent.

Trittin erwartet, dass etwa ab dem Jahr 2010 der Preis für die Kilowattstunde Strom aus Strom aus Windenergie bereits günstiger sein dürfte als die konventionell erzeugte Kilowattstunde. "Deshalb sage ich deutlich: Es gibt überhaupt keinen Grund, ein derart erfolgreiches Instrument zu beschädigen, und das wird im Rahmen der Novellierung auch nicht passieren."

Quelle: www.bmu.de, 23. September 2003