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DER FONDS.com - Windflaute heißt nicht Absturz

Windflaute heißt nicht Absturz

Der Wind wehte nur schwach in den vergangenen Monaten, doch Anleger in Windparkfonds brauchen sich deshalb in der Regel keine Sorgen zu machen, meint Daniel Kellermann vom Windfonds-Portal Greenvalue.de. Der Verband der Elektrizitätswirtschaft in Berlin fand heraus, dass das Windangebot im ersten Halbjahr 2003 um rund 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt lag. "Doch die meisten Fonds haben eine schwache Windzeit bereits in der Kalkulation berücksichtigt", sagt Kellermann.

Der Windpark-Experte weist auf drei Dinge hin, die Anleger bei der Zeichnung eines Fonds berücksichtigen müssen, um sich vor bösen Überraschungen bei Windmangel zu schützen: einen Sicherheitsabschlag von 7 bis 10 Prozent, mindestens zwei Windgutachten und die so genannte Praxiserfahrung. Der Sicherheitsabschlag basiert auf den Hochrechnungen der Gutachten. Der errechnete Betrag wird gekürzt durch den Eigenverbrauch der Anlage und Abschläge für nahestehende Windparks, die den Wind bremsen. "Von diesem Betrag wird dann der zusätzliche und separate Sicherheitsabschlag abgezogen. Rund 95 Prozent der Fonds haben ihn berücksichtigt. Im Schnitt liegt er bei 7 Prozent", sagt Kellermann. Nur bei dieser Berechnung bedeute weniger Wind nicht gleichzeitig weniger Ertrag im Fonds.

Zudem sollten die Windgutachten von unabhängigen Experten erstellt sein. "Wollen Anleger wissen, ob der ausgewiesene Gutachter anerkannt ist, kann der Bundesverband Windenergie weiterhelfen", sagt Kellermann. Der dritte Punkt Praxiserfahrung zeigt an, was andere Windanlagen in derselben Region bisher eingebracht haben. "Durch einen Abgleich erhalten Anleger so eine gute Zusatzinformation", erklärt Kellermann. Anleger sollten alle Informationen im Prospekt finden. "Dafür lohnt sich ansonsten auch ein Anruf beim Initiator", so Kellermann.

INFO: 2002 hat Daniel Kellermann Greenvalue gegründet, eine unabhängige Informationsplattform für Windkraft- und Photovoltaikfonds im Internet. Die Plattform informiert über die jeweils aktuellen Beteiligungsangebote - ohne Wertungen und Empfehlungen. Zudem hat Kellermann einen Ratgeber über Windkraft- und Photovoltaik-Beteiligungen rausgebracht.

Quelle: www.derfonds.com, 3. September 2003