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Aus dem greenValue Newsletter - Windenergie deckt mehr als 3 Prozent des weltweiten Strombedarfs, Erneuerbarer Energiemarkt in China, AIFM-Richtlinie tritt Mitte Juli in Kraft

Nachstehend finden Sie redaktionelle Auszüge aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Juni 2013. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.

Windenergie deckt mehr als 3 Prozent des weltweiten Strombedarfs

Die Word Wind Energy Association (WWEA) veröffentlichte Mitte Mai 2013 den World Wind Energy Report 2012. Weltweit sind demnach Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 282 GW installiert. Sie können jährlich 580 TWh Strom produzieren, was über 3 % des weltweiten Bedarfs deckt. Der Report verdeutlicht, dass mit 44 GW noch nie so viel Windenergieleistung wie im Jahr 2012 installiert wurde. Jeweils 13 GW wurden in China und den USA installiert. Die regionalen Schwerpunkte der neuinstallierten Windenergieanlagen liegen in Asien (36,3 %), Nordamerika (31,3 %) und Europa (27,5 %). Als winziger Windmarkt gilt Afrika mit 0,2 %. Windkraft zur Stromerzeugung wird inzwischen von 100 Ländern genutzt. In Deutschland ist eine Gesamtleistung von 31 GW installiert. Deutschland gilt damit als größter und stabilster europäischer Markt. Danach folgen Spanien und Großbritannien. Die WWEA erwartet bis zum Jahr 2016 eine globale Kapazität von mehr als 500 GW. Für 2020 werden sogar 1.000 GW für möglich gehalten. Weiterführende Informationen unter www.windea.org.


Erneuerbarer Energiemarkt in China

Chinas Wirtschaft wächst! Und damit steigt auch der Bedarf an Energie. Zurzeit liefert Kohlekraft mehr als 70 % des Energiebedarfs und 80 % des Stromanteils. Nach und nach soll auf erneuerbare Energien umgestellt werden, um den Klimawandel entgegen zu wirken. China ist nach Angaben des "Global Future Report" seit 2010 führend bei den Investitionen in erneuerbare Energien. Und auch in den nächsten Jahren wollen sie an der Spitze bleiben. Mit solarthermischen Anlagen wird bereits in über 130 Millionen Haushalten das Wasser erwärmt. Mehr als die Hälfte aller installierten Solaranlagen der Welt befindet sich auf chinesischen Dächern. Auch in der Windenergienutzung ist China eines der führenden Länder. Rund 80 GW Windenergieleistung sind im ostasiatischen Land installiert. Das ist mehr als doppelt so viel wie in Deutschland. Wasserkraft steuert rund 20 % zur Energieversorgung bei. Der Anteil an erneuerbaren Energien soll bis 2020 auf 6 % erhöht werden.


AIFM-Richtlinie tritt Mitte Juli in Kraft

Am 22. Juli 2013 tritt die AIFM-Richtlinie in Deutschland in Kraft. Ziel der Richtlinie ist es, einen EU-weiten Rahmen zur Überwachung von Fondsmanagern zu schaffen, die der kürzlich neu gefassten OGAW(Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren)-Richtlinie nicht unterliegen. Das Kapitalanlagegesetzbuch ist Kern der deutschen Regulierung. Alle Alternativen Investmentfonds Manager, kurz AIFM unterliegen künftig u.a. BaFin-Erlaubispflicht, müssen Mindestkapitalanforderungen erfüllen, ein eigenständiges Risikomanagement vorweisen (unabhängig vom Portfoliomanagement), sind zur objektiven und unabhängigen Bewertung der Vermögensgegenstände verpflichtet und müssen die Verwahrung Alternativer Investmentfonds über eine unabhängige Verwahrstelle abwickeln. Verwalter eines Gesamtvermögens bis 100 Mio. Euro (gehebelt durch Fremdfinanzierung) bzw. 500 Mio. Euro (ungehebelt und ohne Recht auf Kündigung binnen fünf Jahren nach Erstinvestition) sind auf Grund einer de-minimis-Freistellung von den neuen Regelungen nicht betroffen.

Bei AIF's werden einerseits offene und geschlossene AIF's unterschieden. Offen sind diejenigen, bei denen Anleger mindestens einmal jährlich das Recht auf Rücknahme ihrer Anteile haben. Unterschieden wird weiterhin in Spezial-AIF und Publikums-AIF. Letztere dürfen auch an Privatanleger vertrieben werden, wohingegen Spezial AIF's nur an professionelle Anleger vertrieben werden dürfen. Geschlossene-AIF's sind auf bestimmte Assets begrenzt. Zulässig als Investitionsobjekte sind u.a. Schiffe, Flugzeuge, erneuerbare Energieanlagen und sogenannte Private Public Partnership-Projekte. Die Konzeption und das Angebot von erneuerbare Energieprojekten sind also auch künftig als GmbH & Co. KG Beteiligungen möglich soweit die Anbieter die Vorgaben der AIFM-Richtlinie erfüllen.

Quelle: greenvalue Newsletter für Investoren / Ausgabe Juni 2013.