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BSi - Hitze und Flutkatastrophe sind 2 Seiten einer Medaille

Hitze und Flutkatastrophe sind 2 Seiten einer Medaille

Klimaschutzpolitik muss intensiv fortgesetzt werden

Trockenheit und Hitzewelle bringen nach Angaben des Bauernverbandes Ernteausfälle bis zu 70% mit sich. Damit führen extreme Wetterereignisse auch in diesem Jahr wieder zu volkswirtschaftlichen Schäden in Millionenhöhe, nachdem die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr die Bürger bereits sechs Milliarden Euro gekostet hat. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat vor einer weiteren Zunahme der Wetterextreme als Ergebnis der Klimaveränderungen gewarnt. Um nicht immer mehr Schäden zu bezahlen, muss nach Ansicht des Bundesverband Solarindustrie (BSi) noch mehr für den Klimaschutz, also die Vorsorge getan werden. Große Erfolge hat die Bundesregierung in den letzten Jahren bereits im Bereich der Erneuerbaren Energien erzielt. Innerhalb von nur vier Jahren ist der Anteil der klimafreundlichen Stromerzeugung von 5% auf 9% gestiegen. Der BSi appelliert an die Bundesregierung, im Rahmen der jetzt anstehenden Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) diesen Kurs konsequent fortzusetzen.

Den Hauptteil bei der Zunahme des klimafreundlichen Stroms auf 9% an der Stromerzeugung leistet bislang die Windkraft. Grund ist die wirtschaftliche Vergütung für Windkraftstrom durch eine für den Stromkunden kaum merkliche Umlage im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Auch die Solarstromerzeugung (Photovoltaik) hat vom EEG deutlich profitiert. Innerhalb von vier Jahren hat sich der Absatz von Solarstrommodulen auf 120 Megawatt verzehnfacht. Gleichzeitig konnten die Kosten für die blauglänzenden Solarstromanlagen um 25% gesenkt werden.

Der BSi appelliert nun an die Bundesregierung, bei der jetzt anstehenden Novellierung des EEG an diesem Erfolgskurs festzuhalten. "Die Solarstromvergütung im EEG muss erhöht werden, um den Wegfall des 100.000 Dächer-Programms zu kompensieren und ein wirtschaftliches Niveau zu erreichen," so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi, "dies ist notwendig, um die umweltfreundliche Solarstromerzeugung in Deutschland weiter auszubauen und die weltweite Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Solarindustrie zu erhalten."

Die Solarstromindustrie ist in den letzten Jahren massiv in Vorleistung gegangen und hat mehr als eine Milliarde Euro in modernste Produktionsanlagen investiert, die weitere Kostensenkungen ermöglichen - wenn die entsprechende Nachfrage vorhanden ist. Voraussetzung hierfür ist eine Fortsetzung der bisherigen Solarpolitik bei der Novelle des EEG.

In der wirtschaftlichen Vergütung von Photovoltaik liegt noch eine andere Chance: Der massive Ausbau der Photovoltaik-Industrie schafft Arbeitsplätze und regt die Konjunktur an. Das reicht von der Produktion über Vertrieb bis in zum Handwerk, das die Anlagen installiert. Dieses Konjunkturprogramm erfordert keinen Cent Subvention durch den Staat, da die Kosten von allen Stromverbrauchern getragen werden. Stryi-Hipp: "Die Belastung für den Einzelnen ist mit wenigen Euro pro Jahr praktisch nicht spürbar. Von der Konjunkturbelebung profitieren alle - und von der klimafreundlichen Energieversorgung profitieren unsere Kinder!"

"Langfristig kann der Primärenergiebedarf nur durch eine entschiedene Sonnenenergienutzung gedeckt werden," erklärte der WBGU in seiner Studie am 10.04.2003. Die Erschließung erneuerbarer Energieformen wie Wind- und Wasserkraft stoße "mittelfristig an ihre Grenzen." Photovoltaik besitze neben Solarthermie das größte nachhaltige Potenzial für Solarstrom, weshalb sie bereits jetzt umfassend weiter ausgebaut und gefördert werden müsse. Der Ausbau der Solarstromnutzung ist eine dauerhafte Aufgabe. Damit Solarstrom 2050 etwa 24% und 2100 63% zur Energieerzeugung beitragen kann, muss laut WBGU die Photovoltaik bereits heute preislich konkurrenzfähig gemacht werden.

Quelle: Bundesverband Solarindustrie e.V., BSi; www.bsi-solar.de