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Presseinformation BSi Bundesverband Solarindustrie e.V.

Für eine entschlossene Industriepolitik im Binnenmarkt Europa - Solarindustrie trifft Solarpolitik

Europäische Solarthermie-Konferenz estec2OO3 stellt Weichen zu politischen Strategien und Marktchancen

Die aktuelle Solarstudie "Sun in action II' vom Mai hat es bestätigt - erst 1% der möglichen Fläche von Solarthermieanlagen wird in Europa genutzt. Wie können Firmen dieses große Potenzial erschließen und welche Barrieren müssen beseitigt werden, damit Solarwärme zu einer Wachstumsbranche in Europa wird? Was kann die europäische Politik dafür tun? Welche neuen Techniken gibt es auf diesem Gebiet? Über 40 Referenten aus Solarindustrie und Politik werden in vier Wochen auf der estec2003 Antworten auf diese Fragen geben. Die erste europäische Solarthermie-Konferenz vom 26.-27. Juni in Freiburg bietet Informationen aus erster Hand und erleichtert internationale Wirtschaftskontakte. Das Programm und ein Newsletter sind unter www.estec2003.org erhältlich.

Die europäischen Märkte für Solarthermie entwickeln sich rasant. Solarthermie ist in Europa in den letzten 10 Jahren durchschnittlich um 11,7% pro Jahr gewachsen. Es ist jedoch noch mehr möglich - so sind in Österreich pro Einwohner drei mal soviel Kollektoren wie in Deutschland installiert, europaweit ist eine 100-fache Kollektorfläche, verglichen mit dem heutigen Stand, realisierbar. Vertreter europäischer Firmen und Verbände präsentieren auf der estec2OO3 diese und weitere Ergebnisse von "Sun in action II' und informieren zu Lösungsvorschlägen, wie das enorme Potenzial von Solarthermie nach der Beseitigung von Wachstumsbarrieren auch tatsächlich genutzt werden kann.

"In der Frage eines europäischen Qualitätssiegels müssen Politik und Solarindustrie schnellstens eine Lösung finden. Zwar gibt es seit drei Jahren europäische Standards", bestätigt Ole Pilgaard, Vorsitzender vom Europäischen Solarthermieverband ESTIF. "Solarunternehmen müssen sie jedoch in jedem Land zertifizieren lassen, wenn Ihre Kunden eine Förderung erhalten wollen." Um solche Marktbarrieren abzuschaffen, beraten die Europäischen Dachverbände EREC und ESTIF mit Vertretern der EU Kommission, des Europäischen Parlaments, des deutschen Umweltministeriums sowie mit Testinstituten, Zertifizierungsbehörden und Herstellern die EU-weite Einführung des Zertifizierungsverfahrens.

Forscher und Hersteller aus Deutschland, Schweden und Österreich stellen neue Technologien vor, die weitere Marktfelder erschließen können. Ein Geheimtipp ist (noch) solare Klimatisierung, die bisher besonders in den südlichen Ländern installiert wird. Land- und Forstwirtschaft entdecken solare Trocknung, solarthermische Kraftwerke wie in Spanien oder Frankreich sind im Kommen. Wie regionale und nationale Marktkampagnen den Endverbraucher erreichen, Installateure trainiert werden und welche Chancen Solarmärkte außerhalb Europas bieten, sind weitere Themen der Konferenz.

Die estec2003 (European Solar Thermal Energy Conference 2003) bietet erstmals ein europaweites Entscheiderforum für Solarindustrie und Politik. Sie wendet sich an Hersteller, Politiker, Energieagenturen und Investoren. Es werden 300 Teilnehmer erwartet. Die Konferenz findet parallel zur Intersolar, der größten europäischen Messe für Solartechnik, statt. Am zweiten Tag der Konferenz können sich die Teilnehmer über neue Produkte auf der Intersolar informieren und Demonstrationsprojekte in der Solarstadt Freiburg besichtigen.

In der Branche ist die estec2003 auf großes Interesse gestoßen. Mehrere Solarfirmen und Fachzeitschriften unterstützen die Konferenz. Ein Programmkomitee aus neun Vertretern europäischer Fachverbände hat das Vortragsprogramm zusammen gestellt. Drei Viertel der Beiträge werden simultan auf deutsch, englisch und französisch übersetzt. Das Programm und ein wöchentlich erscheinender Newsletter sind unter www.estec2003.org erhältlich.

www.estec2003.org
Quelle: 26.05.2003, BSi Bundesverband Solarindustrie e.V.