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Renditeaussichten für Investitionen in regenerative Energiefonds bleiben weiter auf hohem Niveau.

Renditeaussichten für Investitionen in regenerative Energiefonds bleiben weiter auf hohem Niveau.

von Daniel Kellermann

In regenerative Energiefonds wurden das zweite Jahr infolge mehr als 400 Mio. Euro Eigenkapital investiert. Windkraft-, Photovoltaik- und Bioenergiebeteiligungen haben mit diesem Platzierungsergebnis einmal mehr einen stabilen Anteil im Gesamtmarkt der Geschlossenen Fonds erreicht.

Im Vergleich zu anderen unternehmerischen Beteiligungen zeichnen sich regenerative Energiefonds durch ein höheres Maß an Sicherheit aus. Risikofrei sind aber auch diese Beteiligungen nicht, denn Ausschüttungen und steuerliche Ergebnisse sind lediglich Prognosen. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) garantiert den Stromproduzenten einen festgelegten Verkaufspreis für die Dauer von 20 vollen Betriebsjahren. Gemäß Kriterienkatalog der Übertragungsnetzbetreiber beträgt die Vergütung für die Einspeisung einer Kilowattstunde Strom (kWh) für in 2003 in Betrieb genommene Windkraftanlagen eingangs 8,9 Cent, für netzgekoppelte Solarstromanlagen 45,7 Cent und für Biomasseanlagen (0,5 bis 5 MW) 9,0 Cent. Trotz gesunkener Einspeisevergütung bleiben die Renditeaussichten auf Basis dieser Regelungen für Investoren auf hohem Niveau.

Ob Einzelperson oder Fondsgesellschaft, Betreiber können auf Basis des EEG die Wirtschaftlichkeit von Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung gut kalkulieren. Bei Strom aus Sonnen- und Windkraft, wird die jährlich erzeugte Energiemenge auf Basis von Energieertragsgutachten ermittelt. Fast alle Initiatoren lassen standardmäßig mindestens zwei voneinander unabhängige Gutachten anfertigen. Der Problematik, dass sich weder Wind- noch Sonnenverhältnisse genau vorhersagen lassen, begegnen die Anbieter mit einem zusätzlichen Sicherheitsabschlag. Dieser liegt bei einigen Windkraftfonds bei 10 %, im Durchschnitt jedoch bei cirka 6,3 Prozent und bei Photovoltaikfonds zwischen drei und vier Prozent. Investoren sollten sich im Vorfeld einer Beteiligung über alle Abschläge informieren, welche den Energieertrag des Gutachten reduzieren. 

Zum Vergleich verschiedener Beteiligungsangebote miteinander, können zahlreiche Kennziffern herangezogen werden. Häufig werden die Windgeschwindigkeit in Nabenhöhe bzw. die Globalstrahlung bei PV-Fonds, die Höhe der prognostizierten Ausschüttungen während der Laufzeit, die Investitionskosten / kWh / installierten Megawatt (MW) oder die Wirtschaftlichkeit nach der internen Zinsfußmethode benannt. Werden diese Kennzahlen nicht isoliert, sondern gemeinsam z.B. mit den verschiedenen Abschlägen, den Rücklagen für den Anlagenrückbau sowie Wartung- und Instandhaltung betrachtet, entsteht ein vollkommeneres Bild des Fonds.

Um den Fonds zu finden, der sich für den jeweiligen Investor aus finanzieller Sicht am besten eignet, sollten die Mindestbeteiligungssummen, die Laufzeiten und die Entwicklung der Ausschüttungen und des steuerlichen Ergebnisses auch miteinander verglichen werden. Das Zusammenspiel zwischen den Ausschüttungen und den steuerlichen Auswirkungen im jeweiligen Betriebsjahr, ergibt den jährlichen Kapitalfluss. Dieser sollte immer positiv.

Beim Vergleich muss aber immer berücksichtigt werden, dass sich prognostizierte und nicht vertraglich fixierte Aufwendungen der Beteiligungsgesellschaft verändern können. Die Gesamtwirtschaftlichkeit eines Projektes kann sich bei Veränderung verschlechtern oder verbessern.

Um den passenden Fonds auszuwählen, sollten sich Interessierte im Vorfeld einer Beteiligung eingehend informieren und mehrere Fonds miteinander vergleichen. Umfassende Informationen zu Photovoltaik- und Windkraftfonds finden Interessierte beispielsweise immer aktuell im Internet unter www.greenvalue.de, beim eigenen Anlageberater oder direkt bei den Anbietern von regenerativen Energiefonds. Eine umfangreiche Checkliste zur eigenständigen Beurteilung von Fonds hat der Bundesverband WindEnergie e.V. herausgegeben. Wesentliche Informationen zu beiden Beteiligungsformen können in den greenValue Ratgebern nachgelesen werden.

Der Autor ist Herausgeber der greenValue Ratgeber Windkraft- und Photovoltaikbeteiligungen. Er ist Inhaber der neutralen und unabhängigen Informationsseite www.greenvalue.de.