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Enerchange: Frankreich setzt auf Geothermie-Projekte

Die französische Regierung unter Francoise Hollande setzt auf Stromerzeugung aus tiefer Geothermie, um die Abhängigkeit des Landes von Atomenergie zu reduzieren. Dies wurde vergangene Woche auch auf dem 14. International Oil Summit in Paris deutlich.
Grosse Hoffnungen ruhen insbesondere auf Projekten mit sogenannten Enhanced Geothermal Systems (EGS). Hier wird der tiefe Untergrund als Wärmetauscher genutzt, um Wasser zu injizieren und es stark erhitzt wieder zu Tage zu fördern. Laut dem Nachrichtendienst Bloomberg betonte Pierre-Marie Abadie, Vorsitzende der Energieabteilung im französischen Umweltministeriums auf dem Kongress, dass die dafür nötige Stimulation des Untergrunds im Rahmen der EGS-Technologie im Gegensatz zum Gas-Fracking auch weiterhin erlaubt bleibt. Zwei geothermische Aufsuchungslizenzen sind im Februar dieses Jahres von der französischen Regierung bereits vergeben worden, 18 weitere sind derzeit in Bearbeitung, darunter vier im Elsass.

Internationale Konferenz
Am 27. Mai findet in Potsdam eine Internationale Konferenz statt, die sich mit genau dieser EGS-Technologie beschäftigt. Die Veranstaltung wird vom Bundesumweltministerium gefördert, weil neben der französischen auch die deutsche Regierung grosses Potential in dieser Form der geothermischen Nutzung sieht. Die Konferenz wartet mit zahlreichen namhaften Referenten aus Europa, Asien und den USA auf - unter anderem haben Steven Hickman vom U.S. Geological Survey, Professor Peter Rose von der University of Utah, Professor Zhonghe Pang von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking und Professor Stefan Wiemer von der ETH in Zürich ihr Kommen zugesagt. Unterstützt wir die Konferenz Deutschen GeoForschungszentrum GFZ. Veranstalter ist Agentur Enerchange mit Sitz in Freiburg.

Stimulation des Untergrunds
Schwerpunkt der diesjährigen International Conference on Enhanced Geothermal Systems (ICEGS) ist die Stimulation des Untergrunds - das heisst, die Erweiterung vorhandener Klüfte in vier bis fünf Kilometern Tiefe. Im Mittelpunkt der rund 15 Vorträge steht dabei immer die praktische Anwendbarkeit von EGS. Dies wird durch zahlreiche Erfahrungsberichte sichergestellt, unter anderem zu den Projekten Habanero in Australien, Newberry in Oregon/USA, Desert Peak in Nevada/USA, Soultz-sous-Forêts in Frankreich und Berlín in San Salvador. Abgerundet wird das Programm durch die Möglichkeit, an Exkursionen zum In-situ-Labor Gross-Schönebeck und zum EGS-Forschungsprojekt in Soultz-sous-Forêts teilzunehmen.

Quelle: 15. April 2013, www.enerchange.de


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