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Beitrag von Daniel Kellermann - Erfolgversprechende Investitionen in Wind- und Photovoltaikfonds zum Jahresende

Erfolgversprechende Investitionen in Wind- und Photovoltaikfonds zum Jahresende

von Daniel Kellermann

Deutschland ist Weltmeister bei der Errichtung von Windenergieanlagen. Fast 13.000 Mühlen produzieren sauberen Strom aus Windkraft. Und auch die Photovoltaikbranche boomt. In der jüngeren Vergangenheit wurden wiederholt Solarfelder mit einer installierten Leistung von mehreren MWp in Betrieb genommen.

Private Investoren haben an dieser Entwicklung großen Anteil. Durch Investitionen in Geschlossene Wind- und Photovoltaikfonds lassen sich die persönlichen, finanziellen Vorteile einer innovativen und zukunftsträchtigen Kapitalanlage mit einem aktiven Beitrag zum Naturerhalt verbinden.

Bei der Vielzahl von Angeboten sollten Kapitalanleger im eigenen Interesse die Fonds genau prüfen. Wichtige Kennzahlen für Windkraftfonds lassen sich dabei am besten mit der vom Bundesverband WindEnergie e.V. neu herausgegeben Broschüre "Mit einer grünen Anlage schwarze Zahlen schreiben" überprüfen. Die von greenValue veröffentlichten und auch im Buchhandel erhältlichen Ratgeber Windkraft- bzw. Photovoltaikbeteiligungen beschreiben die vergleichsweise jungen Beteiligungsformen und geben dem Leser einen guten Einblick in beide Fondsarten. Die Ratgeber beinhalten jeweils eine Fonds-Checkliste und eine Auflistung der Anbieter.

Aktuelle Beteiligungsfonds werden fast ausnahmslos in der Rechtsform der GmbH & Co. KG angeboten. Gesellschafter einer GmbH & Co. KG, die als Kommanditisten bezeichnet werden, verfügen über umfangreiche Kontrollrechte. Gleichzeitig ist die Haftung des Kommanditisten im Konkursfall der Beteiligungsgesellschaft auf die Höhe seiner Einlage beschränkt. Als Mitunternehmer bekommen Investoren das steuerliche Ergebnis der Beteiligungsgesellschaft im Verhältnis der Kapitaleinlage zugewiesen. Durch Aufwendungen und Abschreibungen ist dieses mindestens im ersten Jahr negativ. Das anfängliche negative Betriebsergebnis beträgt teilweise bis 100 % der Kapitaleinlage. Nach wenigen Betriebsjahren werden Gewinne erwirtschaftet, die entsprechend zu versteuern sind.

Das Hauptaugenmerk sollten Investoren auf die Ausschüttungen legen. Je nach Fonds prognostizieren die Anbieter Ausschüttungen bis 290 % bei Windkraft- bzw. bis 260 % bei Photovoltaikfonds. Anleger sollten jedoch unbedingt hinterfragen, wie sich die Höhe der Ausschüttungen errechnet und welche Sicherheitsfaktoren in die Berechnung der Ausschüttungshöhe eingeflossen sind.

Als Standard hat sich in der Branche der regenerativen Energiefonds der Prospektaufbau nach IDW S4 (Institut der Wirtschaftsprüfer e.V.) durchgesetzt. Ist der Emissionsprospekt nach diesem Standard aufgebaut, können Investoren beispielsweise Chancen und Risiken auf einen Blick erkennen. Denn auch wenn die Einspeisevergütung auf Basis des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) geregelt ist, variieren Wind- und Sonnenerträge und damit die Einspeiseerlöse der Beteiligungsgesellschaft. Werden diese dauerhaft unterschritten, weil beispielweise die Prognose des Energieertrages zu optimistisch gewesen ist, kann eine Minderung der Ausschüttungen und im Extrem-Fall eine Zahlungsunfähigkeit die Folge sein.

Sicherheit auf der Einnahmenseite lässt sich erreichen, wenn als Ertragsbasis mehrere Energieertragsgutachten zu Grunde gelegt werden. Wenn möglich sollte ein Vergleich mit bereits vor Ort betriebenen Anlagen durchgeführt werden. Ein absolutes Muss ist der gesondert ausgewiesene Sicherheitsabschlag (Wind-Fonds 5 % - 10 %, PV-Fonds 3 % - 5 %). Sowohl für die Investitions- und Betriebsphase sollten die Ausgaben der Beteiligungsgesellschaft mit Festpreisvereinbarungen abgesichert sein. Durch unvorhergesehene Ausgaben, würde die Liquidität der Gesellschaft sonst erheblich belastet. Gerade für Ersatzinvestitionen während der Laufzeit und für den Anlagenrückbau muss ausreichend Kapital zurück gestellt werden.

Fazit: Beteiligungen in Windkraft- und Photovoltaikfonds sind attraktiv. Die Prognosesicherheit der Erträge ist durch die gesetzlich geregelte Einspeisevergütung im Vergleich zu anderen Geschlossenen Fonds außerordentlich hoch. Die Risiken der unternehmerischen Beteiligung können und dürfen nicht ausgeschlossen werden. Erfahrene Initiatoren versuchen diese jedoch weitestgehend zu minimieren.