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Windreich AG (opm) - Start der parkinternen Verkabelung: Rund 120 Kilometer Kabel werden im Nordsee-Windpark Global Tech I gelegt

Im Offshore-Windpark Global Tech I werden bereits sukzessive die ersten Mittelspannungskabel zwischen den Fundamenten, von denen bereits 17 errichtet sind, gelegt.

Über diese Energieseekabel werden später die 80 Windkraftanlagen in sieben Ringleitungen an die parkinterne Umspannstation von Global Tech I angeschlossen. Die Legung der Stromverbindungen von Tripod-Fundament zu Tripod-Fundament beziehungsweise zur Umspannstation erfolgt durch das spezielle Kabellege-Schiff CS Sovereign. Zuerst wird das 33-Kilovolt-Kabel in den stählernen Kabelkanal (J-Tube) eingezogen. Per Winde wird es dann bis zur innen liegenden Arbeitsplattform am oberen Ende des 60 Meter hohen Tripods hochgezogen und dort zunächst befestigt, bis es dann später an die Turbine angeschlossen werden kann. Danach wird das Kabel im ausgewiesenen Kabelkorridor abgelegt und schließlich auch im zweiten Fundament eingezogen. Arjen Schampers, Technischer Geschäftsführer der Global Tech I Offshore Wind GmbH: " Bei Global Tech I müssen wir 95 Kabel von insgesamt rund 120 Kilometer Länge installieren. Mit der CS Sovereign haben wir ein sehr erfahrenes Team in unserem Windpark, das bereits weltweit Energie- oder Kommunikationskabel gelegt hat. Wir rechnen derzeit damit, dass die Arbeiten im Spätsommer dieses Jahres abgeschlossen sind." Die sensiblen Übergänge der Kabel - von den Fundamenten bis in den Meeresboden - werden zusätzlich durch ein spezielles Kabelschutzsystem gegen mechanische Belastungen gesichert.

Thorsten Schwarz, Geschäftsführer der Norddeutschen Seekabelwerke GmbH (Federführung im Konsortium NSW / Global Marine): "NSW und Global Marine haben bereits vor langer Zeit bei der Installation von Telekommunikationsseekabeln zusammengearbeitet und nahezu zeitgleich den Sprung in die Energieseekabelwelt unternommen. Da draußen zählt Erfahrung einfach doppelt. "Das Konsortium aus den Norddeutschen Seekabelwerken (Konsortialführer) und Global Marine Energy Ltd. ist für die Lieferung und Installation der parkinternen Verkabelung verantwortlich.

Zuverlässige Stromversorgung durch komplexe Verkabelung
Die Energieseekabel bestehen aus drei Kupferadern, die den Drehstrom transportieren sowie einem Kabelelement mit Lichtwellenleitern, die während des Betriebs den Datenaustausch zwischen Turbine und Umspannstation beziehungsweise dem Kontrollzentrum an Land ermöglichen. Jeweils acht bis 14 Windturbinen werden in einer Ringleitung miteinander verbunden. Somit ist jede Turbine über zwei
Kabel angeschlossen. Thomas Meerpohl, Kaufmännischer Geschäftsführer der Global Tech I Offshore Wind GmbH: "Unser Ziel ist es, auch Offshore eine zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten. Im Falle eine Kabelschadens zwischen zwei Anlagen können wir den Strom in die jeweils andere Richtung dirigieren. Damit stellen wir sicher, dass eine Höchstmenge des produzierten troms abgeleitet werden kann." Zwischen den einzelnen Ringleitungen gibt es zusätzlich weitere zuschaltbare Kabelverbindungen, sogenannte Havariestiche. Durch diese Havariestiche kann der Strom über die nächstgelegene Ringleitung zur Global Tech I Umspannstation transportiert werden. Dort wird der Drehstrom der 80 Windenergieanlagen von 33 auf 155 Kilovolt transformiert und vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT, der für den Netzanschluss verantwortlich ist, abgeholt und zu dessen Nordsee-Konverterplattform weitergeleitet, um ihn dort für den verlustarmen Transport an
Land in Gleichstrom umzuwandeln. Da die TenneT-Konverterstation BorWin beta nicht wie geplant im Jahr 2013, sondern erst im Jahr 2014 zur Verfügung steht, haben sich TenneT und Global Tech I auf eine Zwischenlösung geeinigt: So ist beabsichtigt, Global Tech I vorübergehend über die bereits existierende Plattform BorWin alpha anzubinden. Dieser Interimsnetzanschluss soll ab Frühjahr
dieses Jahres zur Verfügung stehen, so dass die Turbinen entsprechend ab dem Frühsommer installiert werden können.

In einer zweiten Installationsphase sollen die Mittelspannungskabel ab Frühsommer dieses Jahres durch das Installationsschiff Cable Innovator und seinem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug
Excalibur, einem sogenannten Remotely Operated Vehicle (kurz ROV), bis in eine Tiefe von 1,5 Metern in den Meeresboden eingespült werden.

Über Global Tech I
Global Tech I zählt zu den ersten Offshore-Windparks, die in der deutschen Nordsee errichtet werden. Das Windfeld mit 80 Windenergieanlagen der 5-Megawatt-Klasse verfügt über eine installierte Gesamtleistung von 400 Megawatt. Damit beläuft sich die nutzbare Stromproduktion aus der umweltfreundlichen Windenergie auf rund 1,4 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Die rund 41 Quadratkilometer große Fläche von Global Tech I befindet sich zirka 180 Kilometer vor Bremerhaven und 138 Kilometer vor Emden in nordwestlicher Richtung. Der Windpark wird außerhalb von Meeresschutzgebieten in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) gebaut. Bereits im Jahr 2006 wurden die 80 Windkraftanlagen sowie das dazugehörige Umspannwerk vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt. Der Baustart war im August 2012. Sobald Global Tech I voll betriebsbereit ist, können rein rechnerisch 445.000 Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.130 Kilowattstunden mit dem umweltfreundlichen Strom versorgt werden. Weitere Informationen auch unter www.globaltechone.de.

Die Global Tech I Offshore Wind GmbH ist die Projektgesellschaft, die den Offshore-Windpark Global Tech I errichten und betreiben wird. Die Anteilseigner sind die beiden Energieversorger Stadtwerke München GmbH und HEAG Südhessische Energie AG (HSE, Darmstadt), das Schweizer Unternehmen Axpo International S. A. und die Esportes Offshore Beteiligungs GmbH. Weitere Gesellschafter sind als ursprüngliche Initiatoren des Windparks die beiden Projektentwicklungsgesellschaften Norderland Projekt GmbH und Windreich AG sowie die Unternehmen der Windreich-Gruppe, FC Wind 1 GmbH, FC Wind 2 GmbH und GTU I GmbH.

Über die Windreich AG
Gegründet im Jahr 1999 von Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Willi Balz verfügt die Windreich AG mit Sitz in Wolfschlugen über Firmenbeteiligungen im Bereich On- und Offshore Windenergie. Die Windreich AG realisiert und betreibt Windkraftanlagen - sowohl an Land ("Onshore") als auch auf offener See ("Offshore") und zählt heute zu den erfolgreichsten Windkraftunternehmen in Deutschland mit bereits über 1.000 finanzierten, gebauten oder bewirtschafteten Windkraftanlagen.

Die Windreich AG verfügt als einziger Marktteilnehmer über planmäßig verlaufende Offshore-Windparkprojekte mit einer Kapazität von über 1.000 MW. Global Tech I wird in wenigen Monaten Strom einspeisen, MEG 1 steht vor dem Financial Close. 60 % der "scharfen" Netzanschlüsse der TenneT stehen Projekten der Windreich AG zu. Offshore-Windenergie ist durch den stetigen und starken Nordseewind definitiv grundlastfähig. Mittelfristig wird zudem mit dem NorGer-Kabel eine direkte Anbindung zu den enormen norwegischen Wasserkraft-Speicherkapazitäten hergestellt. Beides wird am großen europäischen elektrischen Knotenpunkt nahe der Stadt Diele zusammengeführt. Zum Ziel der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 ca. 10.000 MW Offshore Windenergieanlagen installiert zu haben, wird Windreich mindestens 3.500 MW mit den in der Realisierung befindlichen Projekten beitragen. Damit leistet die Windreich AG mehr als jedes andere Unternehmen für das Gelingen der Energiewende!

Kontakt
Windreich AG
Unternehmenskommunikation
Telefon: +49(0) 7022 953060
Email: pr@windreich.ag


Quelle: 26. Februar 2013, www.windreich.de

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