Logo greenValueErneuerbare Engergie

Folgen:
Twitter
News

Capital online - Windige Anlage

Windige Anlage

von Bettina Blaß

Über Wind freuen sich nicht nur die Kinder im Herbst, wenn sie ihre Drachen steigen lassen, sondern auch Anleger, die in eine Windkraft-Anlage investiert haben. Denn ohne Wind gibt es nur eine geringe Rendite. Wer in einen Windkraft-Fonds einzahlt, hofft darauf, dass möglichst viel Energie gewonnen und in das Stromnetz eingespeist wird. Die Stromkonzerne bezahlen die Fondsbetreiber für die eingespeiste Energie. Das heißt: Windstille Jahre wie 2001 schlagen negativ zu Buche.

"Zu einem Totalverlust kann es aber in der Regel nicht kommen, da die Fondsanbieter auf ausreichende Liquiditätsreserven achten müssen", so Daniel Kellermann, Buchautor von Ratgeber Photovoltaik-Beteiligungen und Ratgeber Windkraft-Beteiligungen und Betreiber der Internetplattform www.greenvalue.de. Auf seiner Homepage hat er alle Photovoltaik- und Windkraft-Beteiligungsmöglichkeiten in Deutschland zusammen gestellt.

Einen Totalverlust könnten Anleger nur dann erleiden, wenn über eine sehr lange Zeit in Deutschland kein Wind wehen würde und die Fondsgesellschaft ihre Liquiditätsreserven aufbrauchen würde. Wie in allen Anlagesparten sind Investoren außerdem auch in dieser Branche nicht vor schwarzen Schafen sicher. Darum ist es wichtig, sich einen Überblick über alle Anbieter zu verschaffen. Eine hohe Liquiditätsreserve verspricht mehr Seriosität als eine hohe Rendite.

Die Zielgruppe

In geschlossene Windkraftfonds investieren Anleger, die

- ein kalkulierbares Risiko bei einer Langzeit-Anlage suchen. Dabei gilt wie bei allen Geldanlagen: Je höher die in Aussicht gestellte Rendite, desto höher ist auch das Risiko.

- Interesse an anfänglichen negativen Steuerergebnissen haben. Denn die Verluste lassen sich abschreiben. Die Rendite setzt sich im Übrigen aus den Ausschüttungen und den Steuervergünstigungen zusammen.

- sich aktiv für den Erhalt der Umwelt einsetzen wollen und darum in einen grünen Fonds investieren wollen.

Quelle: Capital online 19. Juli 2002