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Fachverband Biogas e.V. (opm) - Mehr als nur Strom - Fachverband Biogas startet Wärme-Offensive

+++ Potenziale von Biogas weit größer als allgemein bekannt +++ Neue Schilder informieren über den umfangreichen Einsatz von Biogaswärme +++ Institutionen und Privathaushalte können sich beteiligen +++

Freising. Mit einer Schilder-Kampagne macht der Fachverband Biogas e.V. bundesweit darauf aufmerksam, dass Biogas mehr kann als nur Strom. Unter der Überschrift "Biogas- Wärme aus der Region" können in Zukunft sowohl Privathaushalte als auch Institutionen darauf aufmerksam machen, dass sie mit klimaneutraler Wärme aus der Biogasanlage heizen.

Den Auftakt machte die Franken-Therme in Bad Windsheim, wo am gestrigen Dienstag den 15. Januar das erste Wärmeschild offiziell enthüllt wurde. Das DIN A 0 formatige Schild informiert die Besucher der Thermenlandschaft künftig über den Einsatz von Biogaswärme in Bad Windsheim und erläutern darüber hinaus, was Biogas ist und wie eine Biogasanlage funktioniert.

"Viele Menschen verbinden mit Biogas Strom. Dass bei der Stromerzeugung im Blockheizkraftwerk (BHKW) Wärme entsteht, die in vielfältigen Konzepten sinnvoll eingesetzt werden kann, ist wenig bekannt", bedauert der Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas, Dr. Claudius da Costa Gomez. Die meisten modernen Biogasanlagen besitzen heutzutage ein Wärmekonzept. Wie in Bad Windsheim sind Schwimmbäder oder Saunalandschaften ein geeigneter Abnehmer, da sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben. Aber auch Turnhallen und Schulen, Krankenhäuser, Privatwohnungen, Holztrocknungsanlagen oder Gewächshäuser sind potenzielle Wärmekunden für den Anlagenbetreiber.

Da die Biogasanlagen häufig nicht in direkter Nachbarschaft zum Wärmeabnehmer stehen, können sogenannte "Satelliten-BHKWs" in den Keller der Schwimmbäder oder Turnhallen installiert werden, die über eine Biogas-Leitung mit der Anlage verbunden sind. Solche Leitungen können bis zu 20 Kilometer lang sein und werden ausschließlich zum Transport von Biogas verlegt.

Im alten Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG) gab es für die Nutzung der Abwärme den sogenannten KWK-Bonus (Kraft-Wärme-Kopplung) in Höhe von zwei bis drei Cent. Das EEG 2012 schreibt eine Mindestnutzung von 60 Prozent der anfallenden Wärme vor. Damit sind die Betreiber verpflichtet, einen geeigneten Abnehmer für die anfallende Abwärme zu finden. "Das wertet das Produkt Biogaswärme ab", bedauert da Costa Gomez. Denn auch die Wärmeabnehmer wissen von der gesetzlichen Verpflichtung und können den Preis für die Kilowattstunde Biogaswärme entsprechend weit nach unten drücken. "Biogas-Wärme ist ein hochwertiges Produkt, das auch entsprechend vergütet werden muss", fordert der Geschäftsführer.

Mit der Schilder-Kampagne will der Fachverband Biogas verdeutlichen, wie und wo schon heute Biogaswärme zu Heizzwecken eingesetzt wird. Privathaushalte können das 14 x 20 Zentimeter große Blechschild über den Biogasanlagen-Betreiber beziehen, der es kostenlos beim Fachverband Biogas e.V. bestellen kann. Die Schilder für die Institutionen werden individuell angefertigt und können für 50 Euro ebenfalls beim Fachverband bestellt werden.

Kurzinfo Fachverband Biogas e.V.
Der Fachverband Biogas e.V. ist mit über 4.700 Mitgliedern Europas größte Interessenvertretung der Biogas-Branche. Er vertritt bundesweit Hersteller, Anlagenbauer und landwirtschaftliche wie industrielle Biogasanlagenbetreiber. Die Biogas-Branche hat inzwischen über 50.000 Arbeitsplätze zumeist in ländlichen Regionen geschaffen.
www.biogas.org

Kontakt:
Fachverband Biogas e.V.
Andrea Horbelt
Pressesprecherin
Tel. 0 81 61/98 46 63
Mail: andrea.horbelt@biogas.org

Fachverband Biogas e.V.
Bastian Olzem
Referatsleiter Politik
Tel. 030/2 75 81 79 13
Mail: bastian.olzem@biogas.org


Quelle: 16. Januar 2013, www.biogas.org

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