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Ist das Passivhaus eine sinnvolle Investition?

Es scheint noch gar nicht so lange her zu sein, da war der Begriff "Passivhaus" noch nicht mit dem alltäglichen Baubetrieb verbunden. Doch dann kamen die ersten Anbieter, die sich auf diesen Baustandard spezialisierten und auch weiterführende Wohnkonzepte relativierten die Exotik der ökonomischen Wärmedämmung. Heute sind Passivhäuser im Neubaugewerbe wie bei Sanierungen gang und gäbe, was sich - im Zusammenspiel mit dem anhaltenden Bauboom - auch in den Preisen widerspiegelt. Was Passivhäuser als Sicherheitsdepot und/oder Investition angeht, scheinen die Prognosen zudem positiv auszufallen.

Ein sinnvolles Baukonzept
Wer entsprechende energieeffiziente Häuser in Schleswig finden möchte, wird heutzutage in den Weiten des Internets schnell fündig. Der moderne Baustandard scheint sich also endgültig durchgesetzt zu haben! Zunächst eine kurze Definitionserklärung: Ein Passivhaus darf laut den Zertifizierungskriterien des Passivhausinstituts Darmstadt lediglich einen maximalen Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr nicht übersteigen. Die Energieeinsparungen im Winter sind also dementsprechend hoch und die wärmespeichernden Außenwände erlauben es den Bewohnern, die Heizung während der ersten kühleren Tage gar nicht erst reaktivieren zu müssen. Der Namenszusatz "passiv" ergibt sich, weil das Gros des Wärmebedarfs tatsächlich aus "passiven" Quellen stammt und die Heizung also dementsprechend wenig gebraucht wird. Zum Beispiel sorgt die Sonneneinstrahlung während des Tages dafür, dass ein beträchtlicher Wärmeanteil gespeichert werden kann. Auch die Abwärme von etwaigen technischen Geräten oder Personen, die sich in der Wohnung aufhalten, wird gespeichert. Der niedrige Energieverbrauch, der sich daraus ergibt, sorgte dafür, dass sich das Konzept erfolgreich durchsetzen konnte. Häufig wird gemutmaßt, dass sich hinter dem Passivhaus ein neue, moderne Bauweise verbirgt, doch streng genommen verbirgt sich hinter dem Begriff ein Baustandard, der besondere Anforderungen bezüglich Architektur, Technik und Ökologie festlegt und universell auf unterschiedliche Gebäudetypen anwendbar ist. Nicht selten werden heute also auch ältere Häuser so umgerüstet, modernisiert beziehungsweise saniert, dass sie ebenfalls diesen Standard erreichen. Immobilienhändler können zum Beispiel eine Altbauimmobilie kaufen, sie sanieren und anschließen zu einem höheren Preis weiterverkaufen oder zur Miete anbieten. In den letzten Jahren haben sich allerdings auch Wohnkonzepte entwickelt, die noch einen Schritt weiter gehen.

Das Nullenergiehaus und das Plusenergiehaus
Sollte der externe Energiebezug eines Gebäudes im Jahresmittel durch den eigenen, mit der Immobilie verknüpften Energiegewinn neutralisiert werden, spricht man von einem Nullenergiehaus. Man sieht in diesem Konzept die logische Weiterführung des oben erwähnten Passivhauses, welches lediglich Energie speichern, aber selbst nicht in einer vergleichbaren Form generieren kann. Die Gewinnung dieser Energie wird beispielsweise mit Solaranlagen auf dem Dach des Hauses erreicht. In seltenen Fällen produziert ein Haus sogar mehr Energie als für den eigenen Bedarf benötigt wird. In so einem Fall ist von einem Plusenergiehaus die Rede.