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EEV AG Biomasseheizkraftwerk Papenburg Optimierungspotentiale

Göttingen (1.11.2012) - Die EEV Erneuerbare Energie Versorgung AG (EEV AG) Deutschland ist über ihre 100%-Tochtergesellschaft EEV BioEnergie GmbH & Co. KG alleinige Besitzerin des Biomasseheizkraftwerks in Papenburg.

Das 20 Megawatt Biomasseheizkraftwerk ging bereits im Jahr 2003 in Betrieb und wird mit jährlich 160.000 Tonnen Altholz befeuert.

Altholz (z.B.: Bauholz, Bahnschwellen etc.) ist ein nachwachsender Rohstoff, der sich am Ende seiner Nutzungskaskade befindet und andernfalls als Abfall die kommunalen Müllberge in Deutschland um viele Millionen Tonnen vergrößern würde. Daher ist die energetische Nutzung (Verbrennung zur Erzeugung von Energie) dieses, zum Abfall gewordenen, Rohstoffes die sinnvollste Art der (letzten) CO2-neutralen Nutzung.

Die im Kraftwerk Papenburg zum Einsatz kommende Technologie zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad, niedrige Emissionswerte und geringen Verbrauch an Rohstoffen aus. Das Biomasseheizkraftwerk in Papenburg zählt daher zu den effizientesten Kraftwerken seiner Klasse in Deutschland und liefert grünen Strom für etwa 50.000 Haushalte.

Die EEV AG hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Kraftwerk technisch und wirtschaftlich im Sinne der Nachhaltigkeit seines Betriebs zu optimieren. Dies auch vor dem Hintergrund des Aufbaus weiterer Biomassekraftwerke nach dem erfolgreichen Modell Papenburg in Zusammenarbeit mit dem Anlagenhersteller Foster Wheeler Global Power Group. Die ersten konkreten Schritte zur Kraftwerksoptimierung sind bereits durch die neuen Geschäftsführer Dipl.-Ing. Reinhard Schu und Dipl.-Ing. (FH) Bernd Winkler initiiert worden und lassen eine deutliche Ertragssteigerung erwarten.

Alleine das Einsparungspotential beim Holzeinkauf liegt voraussichtlich bei über 1,5 Mio. Euro pro Jahr.

Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass künftig die Brennstoffaufbereitung (Sortierung, Zerkleinerung, Trocknung) "im Hause" und nicht wie bisher beim Lieferanten durchgeführt wird.

Die künftigen Revisionsarbeiten werden nach den neuen Konzepten der Kraftwerksleitung durchgeführt. Sie allein bringen ein Einsparungspotential von jährlich etwa 700.000 Euro.

Darüber hinaus prüft die Kraftwerksleitung gemeinsam mit dem Anlagenhersteller Foster Wheeler Global Power Group, Siemens und dem TÜV eine mögliche Leistungssteigerung des Kraftwerkes auf über 20 Megawatt, ohne dabei den Anspruch auf EEG-Vergütung zu verlieren. Basierend auf der Novelle des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG 2012)* könnte damit 10% mehr Strom erzeugt, eine Erhöhung der Erlöse aus dem Stromverkauf um etwa 1,4 Mio. Euro erreicht und damit eine Erlössteigerung um ca. 1 Mio. Euro ab 2013/2014 jährlich realisiert werden.

Zeitgleich wurde bereits die Vorplanung für eine Fernwärmeversorgung der Stadt Papenburg an das ortsansässige Unternehmen Averdung Ingenieure vergeben. Die Bauarbeiten für die Fernwärmeversorgung sollen planmäßig 2013 beginnen, wodurch eine weitere Erlössteigerung durch den Verkauf von Fernwärme ab dem Jahr 2014 erwartet wird.

Übersicht: Optimierungspotential**:
Optimierung im Bereich des Brennstoffes (Holz): 1.500.000 Euro (2012/2013)
Neustrukturierung der Revisionsarbeiten: 700.000 Euro (2013)
Erhöhung der Leistung und des Stromabsatzes: 1.000.000 Euro (2013/2014)

Ausgehend von einem Kraftwerks-Erlös von ca. 2,5 Mio. Euro bis 2011 jährlich ergäbe die Umsetzung der Optimierungsmaßnahmen eine Steigerung des Kraftwerks-Erlöses auf rund 5 Mio. Euro jährlich im Jahr 2013 und auf rund 6 Mio. Euro ab 2014, wenn die begleitenden Studien für die Erhöhung der Leistungskapazität des Kraftwerkes positiv und die Umsetzung dieser Vorhaben erfolgreich durchgeführt werden können.

Die erfolgreiche Umsetzung dieser Optimierungskonzepte ist eines der wesentlichen Ziele der EEV AG. Die EEV AG kann damit jährliche Beteiligungserträge von 4,5 Mio. Euro und mehr erzielen und dies möglicherweise sogar früher als ursprünglich geplant.

*Novelle zum EEG vom 18. August 2012 " Gesetz zur Änderung des Rechtsrahmens für Strom aus solarer Strahlungsenergie und weiteren Änderungen im Recht der erneuerbaren Energien" (sog. PV-Novelle)
**Ohne Berücksichtigung der möglichen Erlöse aus der geplanten Fernwärmeversorgung der Stadt Papenburg. Es handelt sich dabei um Prognosen der EEV AG.


Quelle: 01. November 2012, www.eev-ag.de

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