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Pressemitteilung juwi Holding AG - 10 Jahre Energielandschaft Morbach: Bürger feiern Leuchtturmprojekt

Buntes Jubiläumsprogramm mit Höhenrettungsübung, Führungen im Windpark, Probefahrten mit Elektroautos und Informationen zu regenerativer Stromerzeugung

Die Energielandschaft Morbach aus der Vogelperspektive

Mit einem großen Fest haben am Sonntag über 2.000 Menschen aus der ganzen Hunsrück-Region das zehnjährige Bestehen der Energielandschaft Morbach gefeiert. Auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots der US-Airforce ist ein Leuchtturmprojekt der Energiewende entstanden. An keinem anderen Ort auf der Welt findet man auf engstem Raum ein derartiges Ensemble der erneuerbaren Energien: 14 Windräder, verschiedenste Solaranlagen auf Dach- und Freiflächen, eine Biogasanlage, ein Holzpelletierwerk und ein Holzhackschnitzel-Heizwerk. Mehr als 35 000 Besucher aus 92 Ländern haben dies seit 2002 bestaunt.

"Was für viele noch Zukunftsmusik ist, wurde hier im Hunsrück Realität - der intelligente Mix erneuerbarer Energien", lautet deshalb auch das Fazit von Matthias Willenbacher, Gründer und Vorstand der Wörrstädter juwi-Gruppe. Der Projektentwickler aus Rheinhessen gehört zu den Wegbereitern der Energielandschaft und ist bis heute deren wichtigster Förderer und Investor. "Morbach hat unser gemeinsames Projekt mit viel Begeisterung weiterentwickelt und dadurch einen wichtigen Mehrwert für die ganze Hunsrückregion geschaffen", so Willenbacher in seinem Grußwort.

Das sieht auch Morbachs Bürgermeister Andreas Hackethal so. "Klimaschutz, Energie und Umweltschutz sind Themen, die uns, unsere Kinder und Enkel begleiten und stärker fordern. Uns alle auf diese wichtigen Themen der Gegenwart und Zukunft vorzubereiten, darin sehen wir als Gemeinde Morbach eine wichtige Aufgabe", stellt der Kommunalpolitiker klar. Jetzt komme es darauf an, die Windenergienutzung weiter auszubauen und Methoden zur Energiespeicherung zu erforschen. Große Anerkennung zollte auch Gregor Eibes, Landrat des Kreises Bernkastel-Wittlich der Energielandschaft, die in den zurückliegenden zehn Jahren nichts von ihrer Einzigartigkeit eingebüßt habe. "Nach wie vor überzeugt das Projekt durch sein besonders innovatives und zukunftsweisendes Konzept", sagte der Landrat in seinem Grußwort.

"Wer nicht glauben will, dass die Energiewende wirklich stattfindet, muss nach Morbach fahren", rät Prof. Peter Heck allen Zauderern und Zweiflern in seinem in der Jubiläumsfestschrift abgedruckten Grußwort. Prof. Heck ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (ifas) am Umwelt-Campus in Birkenfeld. Als Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz überbrachte Staatssekretär Uwe Hüses die Glückwünsche von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke. "Die Energielandschaft Morbach ist für die Landesregierung eine Art Labor, in dem die Grundzüge unserer Umweltpolitik auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden können", so Staatssekretär Hüses.

Nach dem offiziellen Teil, zu dem auch die Einsegnung des Info-Zentrums und der Ausstellungsbunker durch Geistliche der beiden großen christlichen Religionen gehörte, konnten sich die Besucher des Festes an einem bunten Jubiläumsprogramm erfreuen. Dazu gehörten Probefahrten mit Elektro- und Hybridautos, die Besichtigung eines Windrades und kostenlose Führungen über das Gelände der Energielandschaft. Ein echtes Erlebnis dürfte für viele Besucher auch die Höhenrettungsübung der Feuerwehr gewesen sein, bei der ein Freiwilliger aus luftiger Höhe von einem Windrad abgeseilt wurde.

Last but not least gab es an zahlreichen Info-Ständen viel Wissenswertes über die erneuerbaren Energien zu erfahren. Beispielsweise über die Möglichkeit, sich an von der juwi-Gruppe projektierten Windrädern oder Solaranlagen finanziell zu beteiligen. Regen Gebrauch machten die Besucher auch von der Möglichkeit, bei juwi direkt Holzpellets, Briketts oder "Palaterra" Humus-Erde zu kaufen.

Die auf dem 150 Hektar großen Gelände des ehemaligen US-Munitionslagers Rapperath/Wenigerath errichteten Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung verfügen über eine Gesamtleistung von 30,7 Megawatt, erzeugen in einem einzigen Jahr mehr als 50 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom. Dies reicht für 15.000 Haushalte und vermeidet dadurch den Ausstoß von rund 32.500 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2. Allein die 14 Windräder vom Typ Vestas V-80 (Nabenhöhe 100 Meter; Rotordurchmesser 80 Meter) leisten zusammen 28 MW. Hinzu kommen über 10.000 Quadratmeter Solarmodule verschiedener Hersteller mit einer Gesamtleistung von mehr als 2.100 Kilowatt. Eine Biogasanlage komplettiert den Dreiklang erneuerbarer Energien. Ihre Leistung wird mit 500 Kilowatt elektrisch und 700 Kilowatt thermisch angegeben.


Quelle: 23. September 2012, www.juwi.de

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