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Agentur für Erneuerbare Energien (opm) - Erneuerbare in der Kommune clever ausbauen: Hessisches Rauschenberg ist Energie-Kommune

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeichnet heute Rauschenberg als Energie-Kommune des Monats aus. „Die Stadt verfolgt kontinuierlich die Förderung von Erneuerbaren Energien und nutzt clever die ihr zur Verfügung stehenden kommunalen Handlungsmöglichkeiten“, sagt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der AEE.

Gegenwärtig sind in Rauschenberg rund 300 Haushalte und Firmen an drei genossenschaftlich organisierten Nahwärmenetzen angeschlossen, die mit der Wärme aus Biogasanlagen versorgt werden. Um eine problemlose Finanzierung sicherzustellen, übernimmt die Stadt Bürgschaften für die Nahwärmenetze. „Rauschenberg kann in vielen Fällen nur Impulse, also den Anstoß für Projekte geben, umgesetzt werden müssen diese durch die Bürgerschaft und vor Ort ansässiger Firmen“, so der Rauschenberger Bürgermeister Michael Emmerich. Laut Emmerich ist derzeit davon auszugehen, „dass durch den Betrieb der Nahwärmenetze im Stadtgebiet rund 650.000 Liter Heizöl eingespart werden“.

Für das Dorf Bracht, welches zur Gemeinde Rauschenberg gehört, ist ein weiteres Nahwärmenetz geplant. Es soll allerdings mit Solarthermie betrieben werden. Die Verantwortlichen sprechen von einem Prestigeprojekt für das Land Hessen, so gebe es deutschlandweit kein Dorf, welches ausschließlich mit Solarthermie beheizt wird. Die Verteilung in das Nahwärmenetz soll über Wasserspeicher erfolgen, die es ermöglichen, die im Sommer gewonnene Sonnenenergie im Winter abzugeben.

Das Potenzial von Erneuerbaren Energien wurde in Rauschenberg bereits früh erkannt. So wurde vor 19 Jahren von der Stadt der Flächennutzungsplan geändert, um Windvorranggebiete ausweisen zu können. Gegenwärtig befinden sich auf städtischem Gebiet zwei Windparks. Die zehn Windenergieanlagen erzeugen jährlich 30 Millionen Kilowattstunden Strom, was dem Dreifachen des Verbrauchs Rauschenbergs entspricht. Laut des Bürgermeisters verhandelt die Stadt derzeit mit dem Betreiber über eine Beteiligung der Bürgerschaft am zweiten Windpark. Die Stadt selbst profitiert wiederum durch die Pachteinnahmen der Windenergieanlagen. Auch die Wasserkraft wird für die Stromerzeugung genutzt. Zwei alte Mühlen, die am Fluss Wohra stehen, wurden für den privaten Gebrauch modernisiert. Seit dem vergangenen Jahr stehen den Rauschenbergern zwei Elektroautos zur Verfügung. Diese können von jedem Bürger genutzt werden. Derzeit gibt es in der Stadt eine Ladesäule für Elektroautos, eine weitere ist im Bau, die von einem einheimischen Autohaus errichtet wird. Jenes sponsert auch die beiden E-Autos, die zu 100 Prozent mit Ökostrom fahren. „Für die Stadt ist dies eine sehr kostengünstige Möglichkeit, dieses Angebot den Rauschenbergern zur Verfügung zu stellen und sie mit der E-Mobilität vertraut zu machen “, so Jörg Näther, Verantwortlicher der Stadt für E-Mobilität.

Quelle: 30. Januar 2018, www.unendlich-viel-energie.de

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