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Pressemitteilung BOREAS Energie GmbH - BOREAS zur aktuellen politischen Diskussion

Aktuell sind die Themen Energiewende, Umstellung auf Erneuerbare Energien, deren finanzielle und politische Förderung und die Energiepreise in der politischen Diskussion und der Presse sehr präsent. Leider wird dabei oft einseitig und unsachlich vorgetragen, vergleichbar einem Rennen zwischen "Lastkraftwagen und Rennwagen".

Energiepreise
In dem unfairen Wettbewerb sind die "Lastkraftwagen" dabei die Erneuerbaren Energien wie Biomasse, Wind- und Solarenergie. Deren Stromkosten werden umfassend ermittelt inklusive aller Nebenkosten, Rückbau- und Entsorgungskosten und die Mehrbelastungen der Bürger werden direkt und transparent im Strompreis für alle Stromkunden ausgewiesen: über die EEG- Umlage (Energie-Einspeise-Gesetz), derzeit 3,5 Cent/ kWh. Umwelt- und Klimaschäden und sonstige Folgekosten, die von der Allgemeinheit zu tragen sind, entstehen durch den Betrieb von Wind- und Solaranlagen nicht - ganz im Gegenteil wird dem Klimawandel zum Nutzen der Allgemeinheit entgegengewirkt.

Die konventionellen Energieversorger dagegen sind bisher die "Rennwagen" im verzerrten Wettbewerb der Energiewirtschaft. Sie sind ohne große Lasten unterwegs und optimiert auf schnellen Profit. Es werden Kohle, Öl, Gas und Kernbrennstäbe verstromt und mit hohen Renditen an die Stromverbraucher verkauft. Abgase wie Kohlen- und Schwefeldioxid belasten die Umwelt und befeuern den Klimawandel. Der Atommüll wird ebenfalls der Allgemeinheit - dem Staat - überlassen, nachfolgende Generationen müssen Kosten der Endlagerung in unbekannter Höhe tragen. Atomkraftwerke verfügen über keine ausreichenden Haftpflichtversicherungen, die alle potentiellen Schäden abdecken könnten.

So trug der Staat bis heute jährlich etwa eine Milliarde EURO Sanierungskosten für die Tagebau-Folgelandschaften in der Lausitz. Gewinne werden privatisiert und Kosten sozialisiert.

Fazit: Wenn alle anfallenden gesamtgesellschaftlichen Kosten der Stromerzeugung mit eingepreist würden, kostet der Kohlestrom in seiner Erzeugung keine 5 Cent/ kWh mehr wie bisher veröffentlicht, sondern 15 Cent/ kWh und Atomstrom ebenfalls keine 5 Cent, sondern zwischen 16 und 42 Cent/ kWh!
Dann werden die Rennwagen selber zu "Lastkraftwagen mit 3 Anhängern" und fielen deutlich hinter Wind und Sonne zurück. Zum Vergleich: Windstrom wird 2013 mit rund 9 Cent und Freiflächen- Solarstrom mit rund 11 Cent pro Kilowattstunde vergütet, tendenziell jedes Jahr fallend.

Deshalb führt die Nutzung der heimischen Wind- und Solarenergiequellen entgegen der aktuellen Diskussionen zur Stabilisierung der Strompreise für die Bürgerinnen und Bürger Thüringens und stärkt gleichzeitig die Unabhängigkeit von Gas- und Ölimporten.

Sicherheit durch Verlässlichkeit der Politik
Für BOREAS ist eine im Schnellverfahren durchgeführte Absenkung der EEG-Einspeisevergütungen, wie jetzt im Bereich Photovoltaik geschehen, keine Lösung. Wichtig sind für die deutschen Hersteller mit ihren Tausenden Beschäftigten, für Projektierer, Kommunen und Investoren eine langfristige Planbarkeit und eine realistische Absenkung der Einspeisevergütungen.

Hier muss die Politik weitsichtig handeln und verlässliche Aussagen über mehrere Jahre treffen, um Arbeitsplätze und Produktionsstätten in Deutschland zu erhalten und führendes deutsches Know-how auszubauen.

Dem muss sich die Politik bewusst sein, wenn Forderungen nach kurzfristigen EEG-Preissenkungen oder gar ein von der FDP vorgeschlagenes Moratorium für Erneuerbare Energien geäußert werden. Nach den drastischen Kürzungen der Solarvergütungen nun offenbar ein erneuter Versuch, die Energiewende zurückzudrehen, um wieder mehr und länger Atom- und Kohlestrom in die Netze zu drücken.

Es ist unstrittig, dass die Energiewende große Kosten verursacht. Doch auch der massenhafte Import von fossilen Energieträgern wird in Zukunft zu weiter steigenden Energiepreisen führen, Deutschland in der Abhängigkeit von Exportländern belassen und zu unkalkulierbaren Folgekosten durch Klimaschäden führen.

Energie aus Thüringen für Thüringen
Auch die verschiedenen Arten der Erneuerbaren Energien müssen in der politischen Diskussion differenziert betrachtet werden. Sinnvoll ist hier insbesondere eine auf die regionalen Bedürfnisse abgestimmte Erzeugung. Für BOREAS stellt deshalb die Offshore- Windnutzung, d.h. Windparks auf dem Meer, keine Alternative dar, da hierbei die Stromerzeugungskosten mit 17 Cent je Kilowattstunde heute schon höher sind als bei der Sonnenergienutzung, die mit zirka 11 Cent vergütet wird. Außerdem ist gerade hierbei eine regionale Orientierung nicht möglich. Vielmehr sind dann teure und aufwändige Höchstspannungs-Stromtrassen notwendig, um den Strom vom Meer zu den Verbrauchern im Süden Deutschlands zu transportieren - wiederum zu deren finanziellen Lasten.

Im Gegensatz zur weiteren Monopolisierung der Stromerzeugung durch milliardenteure Windkraft-Offshore-Projekte bietet die regionale Stromerzeugung in Thüringen die Chance für eine Demokratisierung und für mehr Wettbewerb des Energiemarktes. BOREAS ist der Meinung, dass der Strom möglichst dort produziert werden soll, wo er auch verbraucht wird, also in Thüringen und fürThüringen. Regionale Stadtwerke, Kommunen, interessierte Bürger, Landwirte und Privatinvestoren sind dabei die Partner, mit denen BOREAS seine Projekte realisiert.

Alleine die 45 BOREAS-Anlagen im Windfeld Wangenheim / Hochheim decken bereits 20% des Energiebedarfs des gesamten Landkreises Gotha ab und sind durch verschiedene Privatinvestoren und Stadtwerke finanziert. Zirka 400 Eigentümer haben ihre Grundstücke für die Windenergienutzung zur Verfügung gestellt und erhalten dafür Nutzungsentgelte.

Die regionale Energiegewinnung bringt neue Einnahmequellen für Gemeinden, Firmen und Anwohner und schafft gerade in ländlichen Gebieten neue Arbeitsplätze.

Akzeptanz durch basisdemokratische Projektentwicklung
Für die Akzeptanz ist Transparenz und eine basisdemokratische Projektentwicklung von größter Bedeutung. Neue Windvorrangflächen sollten nicht vom grünen Tisch aus, sondern "von unten nach oben" entwickelt werden - gemeinsam mit Bürgern, Kommunen und Landkreisen. Auf dieser Grundlage können sie dann mit einer breiten Mehrheit in die Regionalplanung eingebracht werden. Die Zusammenarbeit zwischen BOREAS, den Kommunen, Bürgern und dem Landkreis Gotha ist hier ein sehr positives Beispiel.

Nur durch bürgernahe Projektentwicklung und Bürger- Beteiligungsmöglichkeiten kann die notwendige Akzeptanz für die Energiewende und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen werden.

Ausblick - 100% erneuerbar, speicherfähig, kalkulierbar und preiswert
In Thüringen sind derzeit rund 0,3 % der Landesfläche als Windenergie-Vorranggebiete ausgewiesen. Bereits 1 bis 2 % der Landesfläche wäre ausreichend, um etwa die Hälfte des gesamten Energiebedarfs Thüringens aus Windkraft zu decken. Die andere Hälfte kann durch Biomasse- und Solarenergieanlagen, gekoppelt mit Energiespeichern, abgesichert werden.

Dabei geht es sowohl um Strom als auch um den kompletten Energiebedarf wie Wärme und Kraftstoffe etc.

Wind- und Solarstrom kann für Flautenzeiten in Batterien oder in chemischer Energie gespeichert werden. Über die Elektrolyse kann Wasserstoff hergestellt und zu Methan - praktisch natürliches Erdgas - weiterverarbeitet werden. Dieses "Windgas" kann in das Erdgasnetz eingespeist und bei Bedarf sowohl wieder verstromt als auch für Heizungszwecke oder als Kraftstoff eingesetzt werden.

BOREAS stellt sich diesen neuen Herausforderungen und wird in den nächsten 10 - 15 Jahren seine Wind- und Solarparks mit innovativen Energiespeichern nachrüsten und damit den Energiebedarf jederzeit grundlastfähig, unabhängig und preiswert abdecken.

Darüber hinaus arbeitet BOREAS gemeinsam mit Partnern an Lösungen, um den Bürgerinnen und Bürgern der Anliegergemeinden perspektivisch den preiswerten Windstrom direkt anzubieten - zu Tarifen, die unter den konventionellen Stromanbietern liegen sollen.

Die Ölfelder der Zukunft werden nicht mehr am Persischen Golf liegen, sondern in vielen dezentralen Regionen - wie dem Thüringer Becken.

Thüringen kann sich in der Zukunft zu einem Exporteur sauberer Energie entwickeln und wäre damit einer der europaweiten Vorreiter der Energiewende.


Quelle: 19. September 2012, www.boreas.com

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