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Pressemitteilung der EnergieAgentur.NRW - Energiedialog zur Windkraftnutzung - Ziele, Chancen, Bedenken

Xanten/Wuppertal. Klimawandel, Endlichkeit fossiler Rohstoffe und der Ausstieg aus der Atomkraft - es gibt viele Gründe, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Windkraftnutzung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Somit ist das Interesse an dieser Energietechnik groß und Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW), begrüßte heute (04. September) fast 100 Bürgerinnen und Bürger im Xantener LVR-RömerMuseum, die sich auf der Tagung "Windkraftnutzung - Ziele, Chancen, Bedenken" zu diesem Thema informierten.

"Das anhaltende Interesse ist ein Beleg für die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunen, die Energiewende aktiv mit zu gestalten.", freute sich Udo Paschedag, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Auf der Kooperationsveranstaltung der EnergieAgentur.NRW und des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) standen planungsrechtliche Rahmenbedingungen, Repowering, der Naturschutz und Bürgerenergieanlagen im Fokus. "Nur wenn Städte und Gemeinden beim Ausbau der erneuerbaren Energien entschieden vorangehen und die Einwohnerinnen und Einwohner auf diesem Weg mitnehmen, wird die Umstellung der Energieversorgung erfolgreich gelingen. Bedingt durch den Wechsel zu regenerativen Energieträgern, zum Beispiel zur Windkraft, eröffnen sich vor Ort enorme wirtschaftliche Chancen, die es zu nutzen gilt. Es ist die Aufgabe einer verantwortungsvollen Landespolitik, diesen Weg engagiert zu unterstützen - wir wollen ,Zukunftsenergien - made in NRW' als Wirtschaftsfaktor und Markenzeichen etablieren", so der Staatssekretär des NRW-Klimaschutzministeriums. "Wenn wir jetzt nicht beginnen das Ziel anzugehen, unseren Energieverbrauch ganz mit erneuerbaren Energien abzudecken und damit das globale Klima in den Blick nehmen, halten wir den Klimawandel nicht mehr auf - mit gravierenden Folgen für Mensch, Natur und Wirtschaft.. Die Klimafolgen in NRW sind schon heute deutlich zu spüren: Vegetationszeiten verschieben sich, Rheintemperaturen steigen. Seltene und schützenswerte Arten werden den zunehmenden Klimastress nicht tolerieren und aussterben", erklärte Paschedag.

Der Ausbau der Windenergie hat für NRW große Priorität. Im Strombereich ist sie die tragende Säule der beschleunigten Energiewende. Die Landesregierung hat sich daher das begrüßenswerte Ziel gesetzt, den Windstromanteil von heute 4 % bis zum Jahre 2020 auf 15 % steigern zu wollen" erklärte Jan Dobertin, Geschäftsführer des LEE NRW und Moderator der Tagung. Wichtig sei vor allem, Berührungsängste abzubauen. Dobertin: "Die Energiewende bietet den Städten und Gemeinden große Chancen für die kommunale Wertschöpfung. In jeder Wertschöpfungsstufe werden Gewinne, Einkommen und Steuern generiert, von denen auch die jeweilige Kommune profitiert." Nach einer Studie des Institutes für ökologische Wirtschaftsforschung hat eine 2 MW Windkraftanlage einen Wertschöpfungseffekt von ca. 2,8 Mio. € in 20 Jahren.

Insgesamt verrichten derzeit rund 2.900 Windenergieanlagen in NRW ihren Dienst. Die installierte Leistung beträgt 3.070,66 MW, die erzeugte Windstrommenge betrug in 2011 rund 4,6 TWh. Der Anteil des Windstroms am Nettostromverbrauch in NRW betrug im selben Jahr rund 3,9 %. Der Wind ist die derzeit wichtigste Quelle für Energie aus regenerativen Quellen. Der Anteil des Windstroms an der Strommenge aus erneuerbaren Energien beträgt in NRW rund 62 %.

Pressekontakt und weitere Informationen:

EnergieAgentur.NRW
Frank von de Berg
Tel.: 0202/24552-61
pressestelle@energieagentur.nrw.de

LEE NRW
Jan Dobertin
Tel.: 0211/159613-95 und 0177 9710 386
jan.dobertin@lee-nrw.de


Quelle: 4. September 2012, www.energieagentur.nrw.de

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