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Bundesverband WindEnergie e.V. (opm) - Energiestandort Mecklenburg-Vorpommern stark machen - Parlamentarischer Abend Bundesverband WindEnergie

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2016 insgesamt 74 Windenergieanlagen mit 218,45 Megawatt neu errichtet (siehe Anlage). Zudem liegen Genehmigungen für 112 Windenergieanlagen mit 327,9 Megawatt nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz vor, die in den kommenden zwei Jahren noch unter dem degressiv auslaufenden EEG-Vergütungssystem umgesetzt werden können. Am 2. Mai 2017 endet die Frist zur Abgabe von geboten für die 1. Ausschreibungsrunde.

Mecklenburg-Vorpommern gehört gemeinsam mit Teilen des Landes Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zum Netzausbaugebiet. Hier stehen in dieser ersten Ausschreibungsrunde maximal 258 Megawatt für alle Nordländer zur Verfügung.

„Mecklenburg-Vorpommern ist für die Windenergie ein wichtiger Standort. Hinsichtlich der installierten Leistung liegt das Land im bundesweiten Ranking auf einem guten Platz 7. Zusätzlich verfügt das Land über mehrere namenhafte und international erfolgreiche Hersteller und Zulieferer. Die Windenergie gibt über 7.520 Beschäftigten eine gute Perspektive, die zu hohen Anteilen im Export gesichert werden. Basis des Exports ist ein stabil wachsender Heimatmarkt, der Innovationen vorantreibt. Den hart erarbeiteten Innovationsvorsprung von mehreren Jahren vor der internationalen Konkurrenz gilt es zu verteidigen. Deshalb ist die Politik in Kommunen, Land und Bund aufgerufen einen verlässlichen Rahmen für die Industrie zu setzen“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie.

„Mecklenburg-Vorpommern bringt sich in den politischen Debatten als Schrittmacher bei den Themen Bürgerbeteiligung und Akzeptanz ein. Wir unterstützen die Landespolitik dabei, für Bürger einen bundesweit einheitlichen Rahmen – wie kommunale Beteiligungsmodelle und für die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung – zu erreichen. Nur dies sichert gleiche Wettbewerbschancen in bundesweiten Ausschreibungen, die die Branche aktuell stark herausfordern“, machte Andreas Jesse, Landesvorsitzender Bundesverband WindEnergie, deutlich. Er verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern dem Netzausbaugebiet zugeschlagen wurde. Damit stehen die norddeutschen Standorte in harter Konkurrenz um ein restriktiv niedriges Ausbauvolumen.

„Wir registrieren, dass die Flächenausweisung insgesamt ins Stocken geraten ist. Das wichtige Ziel, zwei Prozent der Landesfläche für die Windenergie nutzbar zu machen, liegt in weiter Ferne. Dies erschwert die Bereitstellung sauberer Erneuerbarer Energie für alle Sektoren der Energiewirtschaft. In der dezentralen Nutzung Erneuerbare Energie für Wärme, Mobilität und Wirtschaft liegt ein noch ungehobener Schatz wirtschaftlicher Potenziale für das Land. Deshalb  wäre es wichtig, dass die Landesregierung sich unterstützend in die Prozess einbringt“, so Andreas Jesse.,

Anlage: Aufgebaute WEA in 2016 in Mecklenburg-Vorpommern nach Herstellern

Quelle: 02. Mai 2017, www.wind-energie.de

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