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Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH) (opm) - Innovationen für einen neuen Energie-Markt

Schleswig-Holstein verstärkt Innovationsmanagement für erneuerbare Energien

Der Energiemarkt ändert sich immer schneller. Der Anteil erneuerbarer Energien steigt und auch der Kostendruck nimmt in der Branche zu. „Zwei Rahmenbedingungen, die eine ständige Weiterentwicklung von eigenen Produkten und Dienstleistungen von Unternehmen erfordern, damit Strom und Wärme bedarfsgerecht und günstig beim Verbraucher ankommen und die Akzeptanz in der Bevölkerung gesichert ist.“ So fasst Carsten Delfs, Innovationsmanager der Netzwerkagentur EE.SH und der WT.SH, die aktuelle Marktsituation zusammen.

Ein Beispiel für die ständige Weiterentwicklung von Produkten ist der Windkraftanlagenhersteller Senvion. In seinem Entwicklungszentrum in Osterrönfeld bei Rendsburg arbeiten über 450 Mitarbeiter. Hierher luden die Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH), das Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien und Klimaschutz (EEK.SH) und die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WT.SH) zum ersten EE-Innovationsforum ein. Es ging um neuste technische Entwicklungen im Bereich Windkraft und Biomasse sowie Innovationsförderprogramme und Ansprechpartner in Schleswig-Holstein.

Wie ein globales Unternehmen Innovationsprojekte auch mit regionalen Unternehmen umsetzt, erklärten Dr. Rolf Bayerbach und Dr. Arne Schmidt von Senvion. „Die Durchführung eines Projektes ist nur der am besten sichtbare Teil des Eisberges“, so Bayerbach. Bis zu einem Jahr dauere die Vorbereitung, bis ein Projekt beantragt werden könne. „Man muss einen langen Atem mitbringen und sich motivieren, sich über das Tagesgeschäft hinaus in Innovationsvorhaben einzubringen. Aber die Anstrengung lohnt sich.“

Wie sich die Energieerzeugung einer Biogasanlage durch Regelungstechnik an Schwankungen im Energiebedarf anpassen lässt, berichtete Wilken von Behr, Geschäftsführer der Bioenergie Lebrade-Rixdorf. Seine Firma betreibt eine Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk, das etwa 4,7 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugt, und versorgt über ein Nahwärmenetz insgesamt 90 Haushalte der Gemeinden Lebrade und Rixdorf und einen landwirtschaftlichen Betrieb zu einhundert Prozent mit Erneuerbarer Energie. Neuerdings vermarktet die Gesellschaft Energie besonders zu Spitzenlastzeiten. „Die Zukunft der Biogasanlagen liegt auch in den Leistungsspitzen, nicht mehr nur in der Grundlast“, so von Behr. Über einen Gasspeicher kann die Strom- und Wärmeproduktion an den Verbrauch angepasst werden. Das Vorhaben war über ein Förderprogramm des Landes Schleswig-Holstein unterstützt worden.

„Einfach bei den IB.SH-Förderlotsen anzurufen ist oft der beste Weg zum passenden Förderprogramm“, forderte Susann Dreßler von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) die Workshop-Teilnehmer auf und wies auch auf die Möglichkeit eines Innovationsdarlehens hin. Beratungen über das richtige Förderprogramm aus Landes-, Bundes oder EU-Mitteln bietet auch die WT.SH an. Ansprechpartner sind hier die Innovationsberater.

Von Rotorblättern aus Holz, neuen Konzepten für Windkraftanlagen-Türme durch Abspannseile und Big-Data-Ansätze zur Verbesserung der Lebensdauer von Windkraftanlagen berichtete Professor Dr. Torsten Faber vom Wind Energy Technology Institute (WETI) der Hochschule Flensburg und gab damit nur einen kleinen Einblick in die Spitzenforschung des Instituts. „Beim Thema Big Data in der Windenergietechnik ist es besonders wichtig, Anwendungsfälle zu finden. Dies kann zum Beispiel die Schadensfrüherkennung sein.“ Er rief die Firmen der Windbranche auf, die Forschungsergebnisse nun in Prototypen umzuwandeln.

Nähere Informationen dazu gibt es unter weti.fh-flensburg.de/fprojekte.html.

Das 2. Innovationsforum wird im zweiten Halbjahr 2017 organisiert. Nähere Informationen finden Sie unter www.ee-sh.de.

Quelle: 17. Februar 2017, www.ee-sh.de

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