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HanseWerk AG (opm) - Bundeswirtschaftsministerium fördert Projekt NEW 4.0 mit 41 Millionen Euro

HanseWerk-Gruppe plant im Rahmen von NEW 4.0 die Errichtung von 15 Power-to-heat-Anlagen sowie einen Marktplatz für EEG-Überschussstrom.

Mit 41 Millionen Euro Fördergeldern unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium das Projekt Norddeutsche Energiewende 4.0. Der entsprechende Zuwendungsbescheid wurde in Berlin von Staatssekretär Rainer Baake an den Sprecher und Projektkoordinator Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des Competence Centers für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) an der HAW Hamburg übergeben. In diesem Projekt, an dem sich die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg sowie rund 60 Partner aus Wirtschaft, Industrie und Forschung einbringen, soll demonstriert werden, wie die Region 2035 zu 100 Prozent  sicher, kostengünstig und umweltverträglich durch regenerative Energie versorgt werden kann. Mit speziellen Power-to-Heat-Anlagen sowie einem lokalen Marktplatz zur besseren Verwertung von Überschussstrom wird sich die HanseWerk-Gruppe in das Großprojekt NEW 4.0 einbringen.

„Gemeinsam wollen wir die Energiewende im Norden entscheidend voranbringen, ein planbares und zukunftsfähiges Energiesystem aufbauen sowie Schleswig-Holstein als Energieexporteur und Hamburg als Großverbraucher intelligent zusammenbringen“, erläutert Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender der HanseWerk AG sowie Mitglied im Führungsgremium von NEW 4.0. „Aufgrund unserer länderübergreifenden Präsenz sowie unserer Erfahrung im Betrieb von Strom-, Gas und Wärmenetzen ist die HanseWerk-Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften für solche Projekte sehr gut geeignet.“

In den nächsten vier Jahren werden deshalb die HanseWerk-Tochtergesellschaften HanseWerk Natur sowie Schleswig-Holstein Netz zwei große Lösungen umsetzen:

Zum einen hat die Schleswig-Holstein Netz AG in ihrer Rolle als Stromnetzbetreiber einen digitalen lokalen Marktplatz entwickelt, auf dessen Basis mehr Grünstrom vor Ort genutzt werden kann. Mittels dieser technischen Plattform sollen die Informationen über Stromerzeugung und mögliche Überkapazitäten Stromverbrauchern so zur Verfügung gestellt werden, dass beispielsweise Unternehmen einen flexiblen Verbrauch anmelden und entsprechend Grünstrom abrufen können. „Wir erproben hier eine neuartige Plattform, um alle Komponenten beziehungsweise Akteure bei Stromerzeugung, Transport, Verteilung, Speicherung und Verbrauch zu integrieren, intelligent miteinander zu vernetzen und optimal aufeinander abzustimmen“, erläutert Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender HanseWerk AG.

Zum anderen beabsichtigt HanseWerk Natur Stromverbrauch und –erzeugung bei der Wärmeversorgung durch sogenannte Power-to-Heat-Anlagen zu flexibilisieren. Hierbei sollen in einem ersten Schritt rund 15 Blockheizkraftwerke, die bislang hocheffizient Wärme und Strom erzeugen, zukünftig mit einer Power-to-Heat-Anlage ausgestattet werden. Ziel ist es, Wärme auf Basis von heute noch überschüssigem Wind- und Sonnenstrom zu erzeugen. „Aus grünem Strom machen wir dabei grüne Wärme“, sagt Jan Gratenau, Projektleiter NEW 4.0 bei der HanseWerk AG. Die geplanten 15 Anlagen haben ca. 6,5 Megawatt elektrische Leistung sowie rund 4 Megawatt Power-to-Heat thermische Leistung, außerdem werden in diesen Anlagen circa 1 Megawatt Batterieleistung installiert.

NEW 4.0 will die Kernherausforderungen der Energiewende mit einer Doppelstrategie lösen: die Steigerung des Stromexports in andere Regionen durch effiziente Nutzung und Ausbau der Energieinfrastruktur in der Region und durch die Erhöhung der energetischen Selbstverwertungsquote für regionale, regenerative Erzeugungspotenziale mit Hilfe konsequenter Sektorenkopplung.

Die einzelnen Aufgabenstellungen von NEW 4.0 umfassen:

1. die Entlastung der Übertragungsnetze zur Vermeidung von Netzengpässen
2. die Ertüchtigung und Optimierung von Netzen zur Steigerung der Kapazität
3. der Einsatz von Speichern zur Systemstabilität und zum Ausgleich der Schwankungen von Erzeugung und Verbrauch
4. die Verbesserung der Netzintegration von Windenergieanlagen durch innovative Technologien zur Regelung
5. die Flexibilisierung des (industriellen) Verbrauchs in ganz neuen Dimensionen, d.h. den Verbrauch der Erzeugung anzupassen durch Power-to-Heat-, Power-to-Steel- und Power-to-Gas-Konzepte
6. die Vernetzung aller Systemkomponenten durch neue Informations- und Telekommunikationstechnologien (IKT). Durch leistungsfähige innovative digitale Prozesse soll Echtzeit-Kommunikation über Netzinformationen geschaffen werden.

Quelle: 07. Dezember 2016, www.hansewerk.com

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