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Bundesverband WindEnergie e.V. (opm) - Windbranche kann mehr Verantwortung übernehmen

„Der rechtliche und politische Rahmen für die Energiewende wird sich mit dem EEG 2017 deutlich verändern. Trotzdem steht die Branche vor zwei starken Jahren. Allerdings befürchten wir, dass es ohne Korrekturen ab 2019 zu einer massiven Beschränkung des Heimatmarktes kommt.

Wir appellieren an die Bundespolitik schnell zu reagieren, wenn sich nach den ersten Ausschreibungsrunden Ende 2017 zeigt, dass kleine Akteure, wie Genossenschaften und Bürgerenergieprojekte, im Zuge von Ausschreibungen aus dem Markt gedrängt werden. Diese Akteursgruppe wird gebraucht, um die Akzeptanz der Energiewende zu sichern“, so Jan Hinrich Glahr, Vizepräsident Bundesverband WindEnergie anlässlich einer Rede auf der Festveranstaltung zum 10-jährigen Firmenjubiläum bei in.power in Mainz.

Der Vizepräsident wies zugleich darauf hin, dass die auf die alte Energiewelt abgestimmte Steuersystematik den Herausforderungen der Energiewende nicht länger gerecht werde. Insbesondere volkswirtschaftlich dringliche Power to X-Lösungen würden behindert, „Wir brauchen in der neuen Legislatur eine durchgreifende Neuausrichtung des Steuer- und Abgabensystems im Energiesektor. Erneuerbarer Strom muss in diesem Zusammenhang deutlich entlastet werden, während es für CO2-Emmissionen einen ehrlichen Preis braucht“, machte Jan Hinrich Glahr deutlich.

Er rief die Branche dazu auf, stärker Verantwortung im Gesamtsystem zu übernehmen. „Liefern wir selbst Antworten für Power to-X-Lösungen, engagieren wir uns stärker bei Speicherkonzepten und liefern wir Ideen für die optimierte Netznutzung sowie den Netzumbau. Gleichzeitig gilt es kleinen Projektträgern, Genossenschaften und Bürgerenergieprojekten aus der Branche heraus zur Seite zu stehen und zu helfen, damit die Energiewende weiter ein gesellschaftlich breit getragenes Projekt bleiben kann“, so Jan Hinrich Glahr.

Quelle: 14. September 2016, www.wind-energie.de


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