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greenValue GmbH - Im Zeichen von Nachhaltigkeit und Rendite - grüne Investments für Privatanleger

Der Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung ist eine der Schlüsselaufgaben des 21. Jahrhunderts. Kaum ernannt ist der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier gefordert, Lösungen für das Ziel der Bundesregierung zu finden, bis zum Jahr 2050 mindestens 80 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen. Heute sind es etwa 20 Prozent, die aus Sonne, Wind & Co. erzeugt werden. Eine der größten Herausforderungen liegt darin, den Strom von Offshore-Windparks zu den Verbrauchern in den großen Ballungszentren in ganz Deutschland zu transportieren. Der milliardenschwere Ausbau der Stromnetze ist dringend erforderlich. Strittig ist aktuell, wie die künftige Solarförderung gestaltet werden soll. Nach den geplanten scharfen Einschnitten bei der Vergütung neuer Photovoltaikprojekte, wurde am 11. Mai 2012 der Vermittlungsausschuss angerufen. Geht es nach dem Willen des zwischenzeitlich entlassenen Bundesumweltministers Röttgen und dem Bundeswirtschaftsminister Rößler, sinkt unter anderem der Tarif, es wird nur 80 bis 90 Prozent des produzierten Stroms vergütet und Großprojekte sind nicht vergütungsfähig. Mangels positiver Aussichten und durch die starke Konkurrenz unter den Modulherstellern, haben mehrere Unternehmen Insolvenz anmelden müssen, darunter auch der einstige Börsenstar Q-Cells. First Solar, ein Hersteller von Dünnschichtmodulen, hat die Werksschließung in Frankfurt / Oder angekündigt.

Dabei erfreuen sich Beteiligungen an Erneuerbaren Energieprojekten bei Investoren großer Beliebtheit. Neben Privatanlegern engagieren sich beispielsweise Stadtwerke oder Versicherungen mit Kapital. Die Photovoltaikanlage ist der Klassiker unter den Hauseigentümern mit geeignetem Dach. Und wer keine Möglichkeit zur Installation hat, der engagiert sich im Rahmen einer Beteiligung, beispielsweise an einem geschlossenen Fonds. Laut dem Verband Geschlossener Fonds e.V. wurden im letzten Jahr 637 Mio. Euro Eigenkapital (Fondsvolumen 1,51 Mrd. Euro) über Energiefonds eingeworben. Die Feri EuroRating Services AG gibt in ihrer Gesamtmarktstudie der Beteiligungsmodelle 2012 ein investiertes Eigenkapital von 730 Mio. Euro (Fondsvolumen 1,62 Mrd. Euro) an. Trotz einer Verringerung der Eigenkapitalplatzierung gegenüber dem Vorjahr von 21 Prozent, ist dies gemäß Feri-Studie der zweithöchste Eigenkapitalbetrag, der seit Ermittlung der Platzierungszahlen 1997 angelegt wurde. Bezogen auf gesamte Fondsvolumen, hatten Solarfonds übrigens einen Anteil von 66,5 Prozent.

Wer grün investieren will, dem bietet sich ein breites Spektrum von Möglichkeiten. Erneuerbare Energiefonds finanzieren Photovoltaik, Biogas-, Wind- oder Wasserkraftprojekte. Weitere Fonds finanzieren nachhaltige Immobilien, sogenannte Green Buildings, oder investieren in agrar- oder forstwirtschaftliche Projekte. Die unternehmerischen Beteiligungsangebote sind meist als geschlossene Fonds oder als festverzinsliche Wertpapiere konzipiert.

Die greenValue GmbH, Betreiberin des gleichnamigen, unabhängigen und neutralen Informationsportals hat ermittelt, dass aktuell 84 grüne Beteiligungen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 4,8 Milliarden Euro in Platzierung sind. Rund 33 Prozent sind Beteiligungen mit festverzinslichem Charakter zuzuordnen, 67 Prozent geschlossenen Fonds. Innerhalb der geschlossenen grünen Fonds ist der Anteil von Green Buildings mit knapp 40 Prozent auffallend hoch. Solarfonds folgen mit 28 Prozent und Wasserfonds beanspruchen circa 10 Prozent des Fondsvolumens.

Die Laufzeiten aktueller Beteiligungen unterscheiden sich deutlich. Während festverzinsliche Wertpapiere eher kürzere Laufzeiten zwischen zwei und neun Jahren aufweisen, sind geschlossene Fonds mit Laufzeiten zwischen sechs und 20 Jahren prospektiert. Die durchschnittlichen Auszahlungen betragen pro Jahr je nach Konzeption zwischen 6 - 10 Prozent, die Kapitalrückzahlung kommt hinzu.

Innerhalb der New Energy Fonds entfällt auf Solarfonds das größte Fondsvolumen. Sie investieren meist in Anlagen, mit bereits erfolgter Inbetriebnahme und gesicherter Vergütung. Denn im Zuge der geplanten Veränderungen der Solarvergütung herrscht Unsicherheit bei Projektierern und Initiatoren. Die Folge: neue Projekte liegen auf Eis und es kommen weniger neue Photovoltaikfonds auf den Markt.

Doch das entmutigt Initiatoren nicht. Sie suchen nach alternativen Investments und werden bei den Themen Wind und Wasser fündig. Windfonds finanzieren in aller Regel mehrere Windenergieanlagen. Die Vergütung erfolgt bei deutschen Anlagenstandorten meist gemäß EEG, wobei die Erträge durch Direktvermarktung des Stroms noch verbessert werden können. Wasserfonds finanzieren Wasseraufbereitungs- und -versorgungsanlagen, sowie Projekte die Strom aus Wasserkraft erzeugen. Ihre Anlageobjekte finden die Anbieter von Wasserkraftfonds im Ausland, etwa in der Türkei oder in Frankreich. Wasseraufbereitungs- und versorgungsanlagen werden überwiegend global umgesetzt.

Die Anzahl von Biogasfonds verharrt weiterhin auf niedrigem Niveau. Nur wenige spezialisierte Anbieter widmen sich dieser Energieform, denn im Vergleich zu Wind- und Solarkraftwerken sind die Herausforderungen besonders im täglichen Betrieb ungleich höher. Die Anzahl deutschlandweit installierter Anlagen zeigt, dass diese Form der Energiegewinnung an sich etabliert ist. Immerhin erzeugten über 7.100 Biogasanlagen mit 2.780 MW installierter Leistung im Jahr 2011 stolze 17,5 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom und 16,5 Mrd. kWh Wärme. Weitere Gründe für die geringe Fondsanzahl sind, dass viele Anlagen von Landwirten finanziert und betrieben werden, andere Projekte sind für Fondsgesellschaften schlichtweg zu klein.

Anleger, die ihr Kapital bevorzugt in Immobilien investieren, können bei Green Buildings ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Die nationalen Zertifizierungssysteme unterschieden sich in ihren Kriterien, wobei in Deutschland das DGNB Zertifikat (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) am häufigsten verwendet wird. Es bewertet die Gebäude nach ökologischen, sozialen und ökonomischen Faktoren. Zumindest mit Blick auf Energieeffizienz, hat so jede Immobilie - unabhängig ob Neubau oder saniertes Objekt - die Chance ein grünes Gebäude zu sein.

Neben Beteiligungen an Umwelt- und Erneuerbaren Energiefonds, können Anleger auch in Einzelprojekte oder Beteiligungen in Form von Private Placements investieren. Photovoltaikanlagen auf gepachteten Dächern oder kleinere Anlagen zur Wärmeversorgung kommen beispielsweise als Single Investments in Betracht. Einen aktuellen und unabhängigen Überblick von grünen Investments finden Anleger unter www.greenvalue.de.

Daniel Kellermann
Geschäftsführer
greenValue GmbH