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EnviTec Biogas AG (opm) - Drei Biogasanlagenbetreiber investieren in Flexibilisierung via EnviTec Biogas

Verlässliche und flexible Anlagenanbindung für ein Plus an Vergütung

Die Flexibilitätsprämie macht’s möglich: Betreiber von Biogasanlagen können in Zukunft mit einem Plus rechnen, wenn sie ihre BHKW-Leistung steigern und die Erzeugung von grünem Strom am Bedarf ausrichten. Überzeugte Flexprämien-Nutzer benötigen hierfür natürlich auch die geeignete Anlagentechnik. Diese wird von der niedersächsischen EnviTec Biogas AG geliefert, die aktuell drei weiteren Kunden den Einstieg in den flexiblen Fahrbetrieb ihrer Anlagen ermöglicht.

„Wir sind stolz aktuell gleich drei Bestandskunden bei der Anlagenflexibilisierung zu helfen“, sagt Martin Brinkmann, Geschäftsführer der EnviTec Service GmbH & Co. KG. EnviTec Biogas liefert hier als Allround-Dienstleister alle Leistungen aus einer Hand. Mit dem ganzheitlichen Versorgerkonzept optimiert das Unternehmen den Strombezug seiner Kunden und zeigt gleichzeitig die profitabelsten Vermarktungswege für selbst produzierten Strom auf. „Mit unserem Konzept wollen wir für Kunden das Beste aus ihrer Anlage herausholen“, erklärt Brinkmann weiter.

So wird eine 2007 in Betrieb genommene 549 kW-Anlage im Kreis Minden-Lübbecke durch ein 901 kW-Blockheizkraftwerk (BHKW) und der elektrischen Einbindung zweier Tragluftdächer aufgerüstet. An die Anlage ist außerdem ein Wärmenetz angeschlossen, das zusätzlich von einer Hackschnitzel Heizung unterstützt wird. „Der Kunde erhält dadurch noch in diesem Jahr eine Gesamtleistung von 1450 kW“, erläutert Martin Brinkmann.

Bedarfsgerechte Stromerzeugung via BHKW

Im Landkreis Osnabrück wird eine 2011 fertig gestellte 549 kW Anlage um ein 901 kW-starkes Flex-BHKW erweitert. Zur Aufrechterhaltung der bestehenden Wärmelieferungen installiert der Kunde zusätzlich einen großen Wärmespeicher. Mit der baulichen Erweiterung können dann die beiden BHKW - Bestand 549 kW plus neu 901 kW – eine Gesamtleistung von 1450 kW vorweisen. Zur Überbrückung der dann neuen Abschaltzeiten benötigt der Kunde den Wärmespeicher. Den Fahrplan der  BHKW stimmt der Kunde mit seinem Direktvermarkter – in diesem Fall die EnviTec Tochter Stromkontor - ab. Somit kann er dann neben der festen Flexprämie noch Zusatzerlöse an der Strombörse generieren und seinen Wärmeverpflichtungen nachkommen.

„Die Flexibilisierung erfolgt zumeist über eine Leistungssteigerung eines BHKW und Schaffung von mehr Gasspeichervolumen“, erklärt Service-Experte Brinkmann. Ob das durch den Zubau eines BHKW oder den Austausch eines alten BHKW gegen ein neues mit höherer Leistung geschieht, wird – je nach Anlage – individuell entschieden. „Um überhaupt festzustellen, welche Maßnahme für eine Bestandsanlage am wirtschaftlichsten ist, muss die Anlage genau unter die Lupe genommen werden.“ Nur so könne in ausführlichen Beratungen mit dem Anlagenbetreiber das passende Konzept gefunden werden. Im Mittelpunkt der Abwägungen stehen hier Fragen nach der Größe der Gesamtinvestition und dem vorhandenen Wärmekonzept. Natürlich müssen aber vor allem die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sein.

Anlagenbetreiber werden nämlich nur dann finanziell unterstützt, wenn sie die installierte Leistung ihrer Anlage erhöhen und an der Direktvermarktung teilnehmen. „Grundvoraussetzung für die Flexibilisierung ist eine Überprüfung der Netzverträglichkeit. Das heißt, dass eine Einspeisezusage vorliegen und der Trafo an die höhere Leistung vorab angepasst werden muss“, ergänzt Brinkmann. Die dann nutzbare Flexibilität in Erzeugung oder Speicher der Anlage wird im Vorfeld durch einen Umweltgutachter bestätigt  – und wenn er grünes Licht gibt, kann es losgehen.

Eine weitere Anlage eines EnviTec-Kunden im Landkreis Cloppenburg hat aktuell eine elektrische Leistung von 526 kW. Das Wärmekonzept wird hier noch weiter ausgebaut. Der bereits vorhandene Wärmespeicher kann nun mit der zusätzlich installierten Leistung von ebenfalls 901 kW noch effektiver genutzt werden. „Auch hier bauen wir für den Kunden noch weitere Endlager mit großem Gasspeichervolumen. Somit kann der Kunde zukünftig eine große Menge Gas speichern und effektiv am Strommarkt teilnehmen“, sagt Brinkmann abschließend.

Hintergrund Flexibilitätsprämie:

Mit dem Ausbau der Regenerativen wächst vor allem der Bedarf an schnell regelbaren Stromerzeugungsanlagen, deren Einspeisung sich am Bedarf orientiert. Eine flexible Anlagentechnik stellt daher für Biogas- und Biomethanlagenbetreiber einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar. Möglich macht dies das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Für Bestandsanlagen gilt die mit dem EEG 2012 eingeführte Flexibilitätsprämie. Für neuere Anlagen, die ab dem 1. August 2014 in Betrieb genommen wurden, greift nur der sogenannte Flexibilitätszuschlag. Bestandsanlagen, die jedoch vor diesem Stichtag ans Netz gingen, erhalten entsprechend der Bemessungsleistung nach umgesetzter Flexibilisierung die Flexibilitätsprämie. Diese ist jedoch auf insgesamt zehn Jahre begrenzt und der Zubaudeckel in Deutschland beträgt insgesamt 1350 Megawatt (MW) installierte elektrische Leistung. Dieser ist allerdings noch längst nicht ausgeschöpft. Wichtig für das Verständnis der Flexibilitätsprämie sei vor allem, dass durch die zusätzlich installierte Leistung die Bemessungsleistung über das Jahr hinweg gemessen nicht überschritten werden darf.

Quelle: 09. Juni 2016, www.envitec-biogas.de/


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