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Aus dem greenValue Newsletter - Studie demonstriert wie Niedersachsen bis 2050 komplett auf Erneuerbare Energien umstellen könnte

Nachstehend finden Sie einen redaktionellen Auszug aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Juni 2016. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.


Anlässlich der vierten Sitzung des Runden Tisches Energiewende am 20. April 2016 in Hannover stellte Umweltminister Stefan Wenzel die erarbeitete Studie „Szenarien zur Energieverbesserung in Niedersachsen im Jahr 2050“ vor. Das Gutachten, welches als Ziel die Umsetzung des in Paris vereinbarten Klimaschutzes beinhaltet, setzt sich aus zwei Energieszenarien zusammen. Im ersten Szenario entwickelten die Gutachter eine zu 100 Prozent auf erneuerbare Energiequellen basierende Energieversorgung. Aufbauend auf diesem, stellt das zweite Szenario unter der Voraussetzung einer im Vergleich zum Bezugsjahr 1990 um 80 Prozent verminderten Treibhausgasemission dar. Ausgangssituation ist der zu deckende Energieverbrauch, welcher sich aus dem Pro-Kopf-Energieverbrauch Deutschlands multipliziert mit der künftigen Einwohnerzahl Niedersachsen von 9,5 Millionen Menschen errechnet.

Im 100-Prozent-Szenario rückt vor allem die Solarenergie mit 36 Prozent und einer Jahresproduktion von 65,7 TWh in den Fokus. Circa die Hälfte der PV-Module mit einer Leistung von 57 GW sind in der Studie auf Dachflächen vorgesehen. Mit 30 Prozent und einer Jahresproduktion von 54,5 TWh liefert die Windenergie den zweitgrößten Beitrag, gefolgt von Biomasse mit einem Deckungsanteil von 19 Prozent. Grundlage für dieses Szenario ist eine Verminderung des Endenergieverbrauchs um 47 Prozent gegenüber heute.

Ausgangspunkt des zweiten Szenarios ist eine Berechnung der energetischen und nichtenergetischen Treibhausgasemission für das Bezugsjahr 1990 und das Zieljahr 2050. Hierbei belaufen sich die Strombereitstellungskosten durchschnittlich auf 11,7 Cent/kWh. Um die Zielerreichung, Reduktion der Treibhausgasemission um 80 Prozent, zu erreichen, sind Maßnahmen wie die Forcierung des Kohleausstiegs, die Schaffung von zusätzlichen Anreizen zur Gebäudesanierung und Elektromobilität, weitere Treibhausgasminderungen in der Landwirtschaft oder die Einwirkung auf die Bundesgesetzgebung notwendig.

Quelle: greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Juni 2016.