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Aus dem greenValue Newsletter - Yieldcos – eine attraktive Alternative für institutionelle Investoren

Nachstehend finden Sie einen redaktionellen Auszug aus dem greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Juni 2016. Zum regelmäßigen Bezug des Newsletters melden Sie sich einfach unter www.greenvalue.de/kontakt.aspx an.

Geschlossene Fonds sind Vergangenheit, börsennotierte Yieldcos die Zukunft? Doch was steckt hinter diesem Wort? Yieldcos sind börsennotierte Unternehmen, dessen Aktien von Investoren gekauft werden können. Unternehmensziel ist die Verwaltung von Anlageobjekten, die nicht täglich an der Börse gehandelt werden, also illiquide Assets. Diese Anlagemöglichkeit hat sich besonders in den letzten Jahren entwickelt und die Anteile an Yieldcos am Markt haben sich vermehrt. Im September 2015 startete die erste Yieldco-Investorenkonferenz in Deutschland. Emittenten wie PNE Wind, KTG Energie oder 7C Solarparken nahmen an der Veranstaltung teil und stellten ihr Yieldco-Geschäftsmodell potenziellen Investoren des Erneuerbaren Energien Sektors vor.

Yieldcos bringen den Investoren Vor- und Nachteile. Vorteile sind zum einen, dass Anleger zu jedem Zeitpunkt ein- und aussteigen können und zum anderen ermöglichen Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis einen schnellen Vergleich mit anderen Yieldcos oder Aktien anderer Branchen.

Den Vorteilen stehen jedoch auch einige Risiken, wie z.B. dass Manager in einen Interessenkonflikt gelangen. Frank Trauboth, Geschäftsführer der Beratungsfirma Envisory, erklärt: „Eigentlich müssen Unternehmen gegen die Firmenmutter arbeiten, denn ihr Ziel sollte ein möglichst günstiger Preis für Anlagen sein.“ Ein weiterer Nachteil ist die unbegrenzte Laufzeit der Yieldcos. Aufgrund der Abnutzung verlieren Kraftwerke im Laufe der Zeit an Wert. Wird nur am Anfang vor dem Börsengang in Anlagen investiert, nimmt deren Buchwert durch die jährliche Abschreibung ständig ab, bis der Wert null erreicht. Dieser Problematik will z. B. Abo Invest entgegenwirken, indem genauso viele Windparks erworben, wie alte abgeschrieben werden.

Quelle: greenValue Newsletter für Investoren / Ausgabe Juni 2016.