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Bundesverband WindEnergie e.V. (opm) - Gutes Signal der Koalition: Sachsen-Anhalt steigt 2035 aus der Braunkohle aus

„Es ist ein gutes Signal, dass die neue Landesregierung sich ernsthaft auf den Weg macht, Sachsen-Anhalt als 100% Erneuerbar-Energieland auszurichten. Die Ansätze des Koalitionsvertrages von Sektorenkopplung über Erhalt der Akteursvielfalt und Sicherung der Wertschöpfungschancen einer dezentralen erneuerbaren Energiewirtschaft sowie die Unterstützung der Systemverantwortung sind absolut richtig“, so Heiko Mannel Landesvorsitzender Bundesverband WindEnergie Sachsen-Anhalt.

„Vor allem begrüßen wir das deutliche Bekenntnis bis 2035 aus der energetischen Nutzung der Braunkohle auszusteigen. Dies ist zugleich der Auftrag an die Akteure in allen Erneuerbaren Branchen jetzt zusammenzuarbeiten und gemeinsam die Plattform zu schaffen, die das Energieland Sachsen-Anhalt in der Erneuerbaren Energiewelt einen starken Platz finden lässt. Die Vereinbarung im Koalitionsvertrag ist darüber hinaus bundespolitisch von großer Bedeutung. Hiermit unterstreicht nämlich zum ersten Mal ein Kohleland, dass die Energiewende unumkehrbar ist. Eigentlich ist dies die wichtigste Botschaft des gesamten Koalitionsvertrages. Wir freuen uns auf die neue Koalition,“ so Heiko Mannel.

Auszug Koalitionsvertrag S. 117:

Braunkohle ist ein wichtiger Rohstoff in unserem Land. Wir stellen fest: Braunkohle wird zurzeit energetisch genutzt. Die energetische Nutzung der Braunkohle in Sachsen-Anhalt wird spätestens mit der Auskohlung des Tagebaus Profen auslaufen. Das bedeutet für die Koalition: keine neuen Tagebaue für die energetische Nutzung und keine neuen Kohlekraftwerke. Die Koalition ist sich einig, dass im Laufe dieser Legislatur die Landesregierung keine Untersuchungen und Planungen unterstützt, die den Aufschluss neuer Braunkohletagebaue vorbereiten und vorantreiben würden. Die Koalition wird die Möglichkeit eines Exportverbotes von Braunkohle prüfen.

Quelle: 26. April 2016, www.wind-energie.de


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