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OSTWIND AG (opm) - Im Raitenbucher Forst wächst ein neuer Wald-Windpark

Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen genehmigt vorzeitigen Beginn für den Bau von zehn Windenergieanlagen

Was lange währt, wird endlich gut! Die Oberpfälzer OSTWIND-Gruppe konnte in diesen Tagen mit den Bauvorbereitungen für den schon seit fast sieben Jahren geplanten Wald-Windpark Reichertshüll im Raitenbucher Forst anfangen. Voraussetzung dafür war die „Zulassung des vorzeitigen Beginns“ durch das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen. „Wir freuen uns sehr, dass nun auch die intensive Vorarbeit und ausführliche Bürgerinformation in unserer Gemeinde endlich zu einem erfolgreichen Abschluss kommt“, erklärte Raitenbuchs Bürgermeister Josef Dengler anlässlich des Startschusses für den ersten Windpark auf seinem Gemeindebiet. Geplant ist seitens OSTWIND die Errichtung von zehn Windenergieanlagen des Typs Nordex N 131 auf Waldflächen, die von den Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet werden. Eine weitere Anlage in unmittelbarer Nachbarschaft kommt von den Stadtwerken Weißenburg hinzu.

In einem ersten Schritt dürfen laut dem auf Basis des Bundes-Immissionsschutzgesetzes erlassenen Bescheid vom 24. Februar 2016 die für den Windpark notwendigen Rodungsmaßnahmen vorzeitig erfolgen. Gleichzeitig, so die Auflage des Landratsamts, sei ab sofort auch eine ökologische Baubegleitung sicherzustellen. Diese umfasst zum Beispiel gezielte Biotopgestaltungen, verschiedene Artenschutzmaßnahmen sowie umfangreiche Wiederaufforstungs- und Ersatzmaßnahmen. Neu entstehende Waldränder seien „mit standortgemäßen Baum- und Straucharten zu unterpflanzen, um stabile Waldränder zu schaffen“, schreibt die Genehmigungsbehörde vor. Dies soll nicht zuletzt die Anstrengungen des zuständigen Forstbetriebs Kipfenberg der Bayerischen Staatsforsten unterstützen, den fichtendominierten Forst in einen stabilen, gemischten und gestuften Wald umzubauen.

Windkraft jenseits von „10H“

Eine Besonderheit des neuen Windparks Reichersthüll, der 2017 in Betrieb gehen wird, liegt in seiner exponierten Lage. Zum einen handelt es sich dabei nämlich um ein im Regionalplan des Planungsverbands Westmittelfranken ausgewiesenes Vorranggebiet für Windkraftanlagen, zum anderen aber auch um einen der absoluten Ausnahmestandorte in Bayern, der die sogenannte 10H-Regel einhält. Demnach muss eine Windenergieanlage zehnmal so weit von der nächsten Ortschaft entfernt sein, wie sie hoch ist – also rund 2.000 m. Und dieser Mindestabstand wird bei diesem Windpark ausnahmslos erfüllt.

Durch die gute Erschließung des Staatswaldes mit Forststraßen ist darüber hinaus eine geeignete Infrastruktur im Raitenbucher Forst bereits weitgehend vorhanden. Dennoch bittet OSTWIND die Bürgerinnen und Bürger der Region um Verständnis für vorübergehende Beeinträchtigungen aufgrund der anstehenden Baumaßnahmen. Diese würden mit allen zuständigen Fachbehörden, dem Landratsamt, den umliegenden Gemeinden sowie dem Forstbetrieb Kipfenberg der Bayerischen Staatsforsten engstens abgestimmt.

Wald und Wind – Klimaschutz im doppelten Sinn

Für die OSTWIND-Gruppe, ein mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Regensburg, das seit 1994 Windparks plant, realisiert und betreibt, ist das Vorhaben im Raitenbucher Forst bei weitem nicht das erste Windprojekt im Wald. „Bis heute haben wir in Bayern, Sachsen und Brandenburg schon 17 Wald-Windparks mit 70 Anlagen und über 160 MW Leistung erfolgreich ans Netz gebracht, davon allein acht Projekte mit 68 MW auf Flächen der Bayerischen Staatsforsten“, bilanzierte der OSTWIND-Geschäftsführer Dr. Rolf Bungart anlässlich des vorzeitigen Beginns in Raitenbuch. „Das beinhaltet nicht nur viel Erfahrung, was die Planung und Realisierung anbelangt, sondern auch eine hohe Kompetenz darin, die Nutzung der Windenergie im oder besser gesagt über dem Wald äußerst sensibel anzugehen.“ Wind und Wald „bedeuten für uns Nachhaltigkeit und Klimaschutz im doppelten Sinn – zur gleichen Zeit auf der gleichen Fläche“, so Dr. Bungart abschließend.

In den nächsten Wochen wird OSTWIND eine eigene Projektwebsite unter www.ostwindpark-reichertshuell.de einrichten, um die Bevölkerung und alle Beteiligten vor Ort mit aktuellen Informationen auf dem Laufenden zu halten.

Quelle: 11. März 2016, www.ostwind.de


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